Der Digitalfunk und die Feuerwehrbedarfsplanung waren zwei der prägenden Aufgabenbereiche, die die Feuerwehren der Gemeinde Altenkunstadt in dem zu Ende gehenden Jahr in einem besonderen Maße beschäftigten. Bei der Kommandantenversammlung konnte zugleich Rückschau auf ein ereignisreiches Feuerwehrjahr gehalten werden.
Im Feuerwehrgerätehaus von Altenkunstadt eröffnete Bürgermeister Robert Hümmer die Kommandantenversammlung für die Wehren der Gemeinde. Gleich zu Beginn richtete er aufrichtigen Dank im Namen aller Altenkunstadter an die Feuerwehrdienstleistenden. Kreisbrandmeister Uwe Knab behandelte die jeweiligen Stärkemeldungen, die Einsatznachbearbeitung und Alarmierungseinheiten. Er bat, aktuelle Stärkemeldungen bis spätestens 15. Dezember bei ihm abzugeben.
Der Kommandant der Stützpunktwehr von Altenkunstadt, Marco Weidner, gab seinen dienstlichen Jahresrückblick und konnte dabei auf rund 100 Einsätze, davon 15 Brände, 47 technische Hilfeleistungen, 24 Fehlalarme und 14 Absperrdienste verweisen. Das Einsatzspektrum beinhaltete dabei unter anderem Haus- und Wohnungsbrände, Ölunfälle sowie die Rettung von eingeklemmten und in Not geratenen Personen.
Ausblickend auf 2017 sagte Weidner, dass hier die Anschaffung von Tragkraftspritzenfahrzeugen für die Ortswehren und der Neubau des Gerätehauses in Strössendorf wichtige Themen sein würden.


Auf Landkreisebene

Kreisbrandinspektor Ottmar Jahn ging auf die Übung "Wasserrettung" ein, widmete sich dem langsam zu Ende gehenden Projekt "Digitalfunk", nachdem die Überleitung in den Regelbetrieb erfolge, und bat, Lehrgangsangebote auch auf Landkreisebene zu nutzen.
Ähnlichen Themenbereichen wandte sich Kreisbrandinspektor Thilo Kraus zu, der vor allem die konstruktiven Gespräche und Zusammenarbeit, insbesondere, als es um die Bildung von Alarmierungseinheiten ging, würdigte.
Die Grüße der Kreisbrandinspektion von Lichtenfels überbrachte Kreisbrandrat Timm Vogler und informierte über die neuen Förderprogramme hinsichtlich der Anschaffung von Wetterschutzjacken für die Jugend und Schutzkleidung der Atemschutzgeräteträger. Eingehend ging es auch um die euen Tragkraftspritzenfahrzeuge, bei denen gemeinschaftliche Anschaffungen von Kommunen zur Kostenersparnis beitragen.
In Altenkunstadt beispielsweise werden demnächst die Wehren von Burkheim und Maineck, nachdem hier die entsprechenden Unterbringungsmöglichkeiten bereits gegeben sind, derartige Feuerwehrfahrzeuge in den kommenden Jahren erhalten.
Landrat Christian Meißner freute sich, dass er verdiente Feuerwehraktive auszeichnen durfte, die über Jahrzehnte hinweg engagierte und professionelle Hilfe geleistet haben. Meißner überreichte das Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25-jährige aktive Dienstzeit an Bernd Scherer, Marco Weidner, Markus Bauer, Mario Fischer und Michael Erhardt sowie die Auszeichnung in Gold für 40-jährige aktive Dienstzeit an Hans Hümmer und Norbert Schnapp. Den Glückwünschen schloss sich Bürgermeister Robert Hümmer an, ebenso die Kreisbrandinspektion sowie der Vorstand und die Führungskräfte der Stützpunktwehr von Altenkunstadt.
Mit einem gemütlichen Beisammensein wurde dieser Kameradschaftsabend in würdigem Rahmen beschlossen.
Dieter Radziej