Coburg — Frühlingshafte Dekoration, Kaffee und Plätzchen auf den Tischen - so gemütlich waren die Unterrichtsräume der Berufsfachschule für Altenpflege der Schwesternschaft Coburg vom BRK-Marienhaus e. V. selten hergerichtet. Die Schülerinnen und Schüler des Kurses BFS 12A empfingen sieben alte Menschen in den Räumlichkeiten der Schule. Im Rahmen des Zeitzeugenprojekts des Awo-Mehrgenerationenhauses wollten sie mehr aus dem Leben ihrer Gäste
erfahren.
Was zunächst nach geselliger Kaffeerunde klingt, hat einen pädagogischen Hintergrund: "Die Begegnung mit den Menschen einer anderen Generation ist Höhepunkt einer fächerübergreifenden Unterrichtseinheit, der so genannten Biografiewoche", erklärte Claudia Stellwag, Lehrkraft an der Berufsfachschule für Altenpflege.

Bestandteil der Pflege

Bettina Rösch, ebenfalls Lehrkraft an der Berufsfachschule für Altenpflege, ergänzte: "Die Beschäftigung mit der Lebensgeschichte eines Menschen ist wesentlicher Bestandteil der aktivierenden Pflege. Durch das Wissen über seine Vergangenheit kann das Pflegepersonal gezielt auf die Bedürfnisse des zu Pflegenden eingehen. Die Biografiewoche dient als praktische Übung für unsere angehenden Altenpflegerinnen und Altenpfleger."
Eingeteilt in vier Gesprächsgruppen blätterten die Schüler gemeinsam mit den Senioren in Fotoalben und lauschten gespannt den Berichten und Anekdoten aus vergangenen Tagen.
In der Berufsfachschule für Altenpflege der Schwesternschaft Coburg vom BRK-Marienhaus e. V. wird die Biografiewoche seit über zehn Jahren durchgeführt. Am Freitag, 13. März, findet erneut eine Biografiewoche ihren Abschluss. Dann laden die Schülerinnen und Schüler des zweiten Kurses, des BFS 12B die alten Leute zu Kaffee und anregenden Gesprächen ein. red