ThurnauAlle wollen Supergemeinde werden, alle haben viel zu bieten. Auch Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) glaubt, seine Gemeinde sei die Beste.

Da ist zum Beispiel das Schloss, eingebettet in die malerische Altstadt. Oder die Kulturscheune in Putzenstein, wo regelmäßig Live-Musik und vielseitige Veranstaltungen geboten werden. Das allein macht die Gemeinde schon besonders.

Was Thurnau aber zur Supergemeinde macht sind nicht die kulturellen Schätze, sondern die Einwohner! Sie schätzt Bürgermeister Martin Bernreuther an seiner Gemeinde am meisten. "Es gibt so viele Ehrenamtliche und so viel soziales Engagement. Das ist wirklich großartig und macht uns zu etwas Besonderem."


Generationen kommen zusammen

Dabei liege ihm vor allem das gute Verhältnis der Generationen am Herzen. "Hier kommen Jung und Alt zusammen." Schwester Irmgard Hoffmann von der Diakoniestation Thurnau verweist auf die Konfirmanden. "Unsere Konfirmanden-Gruppe besucht beispielsweise das Altenheim, um mit den Senioren etwas zu unternehmen."
Auch die Thurnauer Grundschüler wollen den alten Menschen in ihrer Gemeinde eine Freude machen. "Sie sind extra zum Senioren-Treff gekommen, um ihren Gregori-Tanz auch vor denen aufzuführen, die nicht fit genug waren, um beim Schul-Gregori dabei sein zu können," schwärmt Schwester Irmgard. Genau deshalb sollen die 1000 Euro, falls Thurnau zur Supergemeinde gewählt wird, auch für den Senioren-Treff eingesetzt werden. "Wir wollen den alten Menschen der Gemeinde ermöglichen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben," sagt Schwester Irmgard. Aus diesem Grund würde der Gewinn dafür genutzt werden, "gemeinsame Projekte von jungen und alten Thurnauern zu fördern," so Bernreuther.


Ein neuer Stammtisch

Schwester Irmgard sieht auch die Möglichkeit, den Gewinn in ein seniorengerechtes Fahrzeug zu investieren. "Es gibt so viele ältere Menschen die daheim sitzen und nicht wissen, was sie mit sich anfangen sollen."
Früher hatte man sich im Wirtshaus getroffen, doch das wurde leider geschlossen. "Wir würden gern einen Stammtisch gründen, um die, die sich früher im Wirtshaus getroffen haben, wieder mal zusammenzubringen." Um die teils auf den Rollstuhl angewiesenen Senioren abzuholen, bräuchte man ein spezielles Fahrzeug.
Auch die Zahl der Vereine in Thurnau lässt sich sehen. Über 60 sind es momentan - und alle sind engagiert und leisten gute Arbeit. "Ohne die Wasserwacht könnte man das Schwimmbad nicht erhalten," sagt Schwester Irmgard.


Traditionen werden hochgehalten

Ebenfalls bemerkenswert ist, wie die Thurnauer ihre Traditionen wahren. "Wir haben in elf Orten eine freiwillige Feuerwehr. Die Ehrenamtlichen sollen sehen, dass ihre Arbeit geschätzt wird," erklärt Bürgermeister Martin Bernreuther dazu. Auch eine Kirchweih gibt es in jedem Ort.

Die Limmersdorfer Lindenkirchweih wurde 2014 sogar zum imatriellen Kulturerbe erklärt. All diese Dinge machen Thurnau zu einer großartigen Gemeinde und stimmen Bürgermeister Bernreuther optimistisch, was die Wahl zur Supergemeinde betrifft.