Nach mehreren kurzfristigen Ausfällen mußte der Nordfränkische Jagdgebrauchshunde Verein seine ganztägige Herbstzuchtprüfung (HZP) diesmal mit nur sieben Gespannen - aber vollem Programm - abwickeln. Darauf verwies Prüfungsleiterin Kirsten Schwarm (Coburg) bei der Richterbesprechung im Waldhotel (Mitwitz/Bächlein).
Dabei unterstrich sie die Notwendigkeit, die Vierbeiner nach monatelanger Ausbildung nach bestehendem Regelwerk einer offenen Prüfung zu unterziehen. Die Aufgabenstellungen, so die Prüfungsleiterin, seien anspruchsvoller als bei der Frühjahrsprüfung, die vielfach als erste Bewährungsprobe für Neulinge gelte. Bei Erreichen vorgegebener Punktzahlen werde der Leistungsbeweis nicht nur mit einem Ehrenpreis belohnt, sondern im Zensurenblatt auch mit Eintrag in die Ahnentafel des Vierbeiners gekrönt. Erst danach sollte zur Unterstützung des Jagdausübenden der Einsatz als Jagdgefährte erfolgen.
In den Revieren Mitwitz, Trainau, Gleusdorf und Memmelsdorf hatten die Prüflinge dann ihren Ausbildungsstand sowohl in der Wald(fächer)arbeit, bei Feldschleppen (Haar- und Federwild) als auch bei der Wasserarbeit (Bringen) unter Beweis zu stellen.


Viel Lob und eine Feuertaufe

Ein besonderes Lob heimste Reiner Schupp (Berlin) ein, der mit seinen Tieren seit vielen Jahren Leistungsprüfungen im fränkischen Raum absolviert und jetzt den zweitbesten Prüfling Alonso führte. Ihre Feuertaufe bestand die Nachwuchs-Waidfrau Lea Müller (Sonneberg), die mit ihrem Deutsch Drahthaar Amarilla auch den jüngsten Prüfling erfolgreich vorgestellt hat. Jetzt bereitet sie sich auf die Verbandsgebrauchsprüfung (VGP) vor, die in Fachkreisen als Meisterprüfung für die Verwendung im vielseitigen Jagdgebrauch eingestuft wird.
Suchensieger wurde Hannes Brandenburger (Burgpreppach), der mit Deutsch Drahthaar Alma v. d. Auerburg 196 Wertungspunkte erzielte. Gefolgt von Rainer Schupp (Berlin) mit Alonso v. d. Auerburg (189), Udo Krämer (Haßfurt) mit Aika vom Steigerwald (187), Matteo Fabbri (Terranova) mit Quirra v. d. vier Eichen (184), Kerstin Hein (Sonneberg) mit Amarilla AT Luxatori (164), Klaus Bayer (Markt Einersheim) mit Anna vom Limburger Forst und Lea Müller (Redwitz an der Rodach) mit Aiko von Grodeze (151).
Als Wertungsrichter waren eingesetzt: Hans Heinert, Dr. Hansjörg Hümmer, Norbert Müller, Horst Fechter, Thomas Weisser, Peter Schunk und Jürgen Schmitt. red