Das Casimirianum war auf die Corona-Krise im Frühjahr ziemlich gut vorbereitet. Als Partnerschule im Modellversuch Digitale Schule 2020 konnte es das erarbeitete Know How unter Stressbedingungen erproben. "Auf Probleme mit den zu Beginn der Krise überlasteten Online-Kanälen konnte die Schule - dank eines im Kollegium vorhandenen breiten Wissens an möglichen Alternativen flexibel reagieren", stellt Schulleiter Burkhardt Spachmann fest. Deshalb starten die Casimirianer frohen Mutes ins neue Schuljahr. Für andere - insbesondere die Grundschulen, bedeutete die Umstellung auf digitalen Unterricht den Sprung ins kalte Wasser. Eine Lehrkraft aus Neuses beschreibt die durchaus guten Seiten: "Ich habe gemerkt, dass wir diese ungewohnte Situation für unsere Schule gut meistern können, weil wir alle an einem Strang ziehen. Das hat mir viel Kraft gegeben und den Mut, Neues auszuprobieren und ungewohnte Wege zu gehen."Unterm Strich hat sich jedoch herauskristallisiert, dass gewinnbringendes Homeschooling per Videokonferenz mit einer guten Internetverbindung steht und fällt. Und auf die können leider nicht alle Schüler zugreifen. Die Lehrerin bezeichnet das als die "größte Baustelle" - unabhängig vom Fortbildungsbedarf bei den Lehrern.

Großes Lob bekommt in unserer Umfrage auch die Stadt Coburg für die Betreuung und Wartung der Computer. Anders als im Landkreis sind es Systemadministratoren des Amtes für Informations- und Kommunikationstechnik, die sich um die Anlagen in den Schulen kümmern. Die Situation im neuen Schuljahr ist eine andere als im Frühjahr. Homeschooling kommt nicht mehr überraschend. "Ich habe es als mögliches Szenario im Blick", sagt die Lehrerin aus Neuses. Das verändere die Art und Weise der Vorbereitung auf den Schulstart. Lesen, Rechnen und Schreiben stünden inhaltlich noch stärker im Mittelpunkt. Die Rückmeldungen aus den Familien über die Homeschooling-Zeit habe geholfen. Man wisse jetzt, wo es hakt und was es braucht. Durch Office 365 hätten sich zudem die technischen Voraussetzungen enorm verbessert.