Am Aschermittwoch lassen sich die Gläubigen in den Pfarrkirchen von Herzogenaurach von den Geistlichen ein Aschekreuz als Zeichen der Buße für die beginnende Fastenzeit auf die Stirn zeichnen. Diese Asche wird am Fastnachtsdienstag von Mesner Georg Wluka von der Stadtpfarrei St. Maria Magdalena aus den Palmzweigen des vorangegangenen Jahres gewonnen.

Diese trockenen Palmkätzchenzweige verbrennt Wluka in einem kleinen Ofen im Gartenhaus des Pfarrgartens zu Asche. Um eine graue Asche zu erhalten, dürfen allerdings nur die Palmkätzchen ohne sonstige Zugabe verbrannt werden. Da heißt es zunächst, den Ofen von vorhandenen Ascheresten zu reinigen, bevor er angeheizt werden kann. Nach dem Erkalten des Ofens wird die Asche durch Wluka nur noch gesiebt, um dann am darauffolgenden Tag zum "Äschern", wie die Herzogenauracher zu sagen pflegen, Verwendung finden zu können. Die so vorbereitete Asche wird durch die Geistlichen in den Gottesdiensten gesegnet, bevor sie den Gläubigen das Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen. Mit den Worten "Bedenke, o Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staube zurückkehren wirst" oder "Bekehre dich und glaube an das Evangelium" wird jeder Einzelne an die Vergänglichkeit des irdischen Seins erinnert.

Während Wluka mit dem Verbrennen der Palmkätzchen beschäftigt ist, bringt auf dem Marktplatz der Rummel einen letzten Höhepunkt der "Fosernacht". Denn am Faschingsdienstag haben viele in Herzogenaurach am Nachmittag frei und die Schulen sind wegen der Ferien sowieso geschlossen. maw