Köttel — Das Dorffest am Fest Mariä Himmelfahrt lockte bei strahlendem Sonnenschein viele Besucher an. Darunter waren auch viele Radfahrer und Wanderer. Das Juradorf übt mit seinem grünen Ortskern und der umgebenden Landschaft eine besondere Anziehungskraft aus.
Das Dorffest, das der Gartenbauverein und die freiwillige Feuerwehr gemeinschaftlich ausrichten, hat von Jahr zu Jahr einen größeren Zulauf und kann inzwischen viele Stammgäste verzeichnen. Die Nutzung des neuen Feuerwehrhauses für den Festbetrieb am Dorfrand war für die Veranstalter sehr praktisch. Den Festgottesdienst zelebrierte Pater Bernhard aus Vierzehnheiligen.


Das Staunen nicht verlieren

In seiner Predigt stellte er heraus, dass wir wieder mehr Demut und Hingabe üben sollten. Dann wäre das Leben für alle liebens- und lebenswerter. Nach dem Gottesdienst wurden über 50 Kräuterbuschen von Pater Bernhard geweiht. In den Kräuterbuschen waren die wichtigsten Heil- und Gewürzkräuter eingebunden. Pater Bernhard freute sich darüber, dass die Region noch sehr artenreich sei und in ihr noch viele seltene Blumen wüchsen, die anderswo schon ausgestorben seien. Der Mensch dürfe das Staunen über die Schöpfung mit der ungeheuren Fülle und dem Reichtum an Pflanzen und Tieren in der Natur nicht verlieren. Blumen spiegelten den Schöpfer wider.
Resi Schütz, Mitglied des Gartenbauvereines, betonte, dass in unserer Region bis zu 32 verschiedene Kräuter in einen Strauß kommen wie zum Beispiel Melisse, Wegwarte, Rainfarn, Johanniskraut, Getreidearten, Schafgarbe, Klette, Beifuß, Oreganum, Baldrian, Wermut, Kamille, Odermennig, Alant, Klee und Eisenkraut. Im Mittelpunkt stehe immer die Königskerze. Es sei teilweise heute noch Brauch, den Kräuterbuschen im Herrgottswinkel in der Stube aufzuhängen. Weihnachten, Silvester und Dreikönig habe man mit den geweihten Kräutern das Haus ausgeräuchert so wie einige der getrocknete Blumen "zerbröselt" und an diesen Tagen dem Futter beigemischt.
Die Jugendgruppe des Gartenbauvereines mit dem Namen "Leitenrutscher" hatten über 25 eigene Kräuterbuschen gebunden und weihen lassen. Diese wurden den Festbesuchern für eine Spende angeboten. Das Festkomitee war mit dem Verlauf der Veranstaltung hochgradig zufrieden. Es wurden alle Spezialitäten verkauft. CS