" [...] sondern auch der Weisheit Lehren muss man mit Vergnügen hören." Wilhelm Busch hätte bestimmt einen Satz in die vierte Strophe von "Max und Moritz" hinzugefügt, wenn er die Viktor-von-Scheffel-Realschule gekannt hätte. Denn diese Lehranstalt in Bad Staffelstein ist einmalig, das wurde bei der Abschlussfeier des zehnten Jahrgangs in der Adam-Riese-Halle am Donnerstag deutlich.
Konrektor Matthias Welsch bezeichnete seine braven Pennäler als einen Schülerjahrgang der Superlative. Es sei mit 127 Schülern der zahlenmäßig größte Jahrgang. "Ihr wart aber nicht nur zahlenmäßig ein Jahrgang der Superlative, sondern ihr habt auch auf vielen Gebieten Herausragendes gezeigt", lobte Welsch. Er nannte die Tutoren, die Theatergruppe und Schulband, den Chor und die Schülerzeitung sowie die Aufnahme in das Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".


Es hagelte Einser und Zweier

Die Lobrede des Konrektors umfasste auch die außergewöhnlichen guten Prüfungsergebnisse. Als Beispiel nannte er die Mathematik-Abschlussprüfung der Klasse 10a. 28 Jungen und zwei Mädchen hätten es mit ihrer Lehrerin Christine Huber geschafft, einen Prüfungsschnitt mit zwölf Einsern und zehn Zweiern von 1,87 zu erzielen. Die Schulbeste, Katrin Grötzbach, hätte die Note 1,09 erreicht und acht Klassenbeste schnitten mit einer eins vor dem Komma ab. In diesem Jahr hätten alle 127 Absolventen die Prüfung bestanden, sagte Matthias Welsch. Seit mehreren Jahren erziele die Viktor-von-Scheffel-Schule immer wieder Topergebnisse. 2014 und 2015 war sie in Oberfranken die Nummer eins. Auch in diesem Jahr werde man wieder ganz vorne mitmischen, die Ergebnisse der anderen Schulen lägen noch nicht vor, so der Konrektor.
Als Vertreter des Sachaufwandsträgers stellte stellvertretender Landrat Helmut Fischer den Absolventen anheim, dass sie beim Eintritt in das Berufsleben ein kleines Rad in einem großen Betrieb, oder ein großes Rad in einem kleinen Betrieb werden wollten. Elternbeiratsvorsitzender Jochen Pfeiffer verabschiedete die Lehrerin Bärbel Köcheler nach 35 Jahren Schuldienst.