Mönchkröttendorf — Alexandra Strauch heißt die neue Ortssprecherin von Mönchkröttendorf. Bei der mit einer Bürgerversammlung verbundenen Ortssprecherwahl stellte sie sich als einzige Kandidatin zur Wahl.
Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) berichtete, dass man mit 52 eingegangenen Unterschriften zur Beantragung der Wahl die gesetzlichen Vorgaben klar erfüllt habe. Der Ortssprecher verstehe sich als Ansprechpartner für die Bürger, könne aber auch eigene Ideen einbringen. Alexandra Strauch stellte sich schließlich als Kandidatin zur Verfügung und erhielt von den 34 anwesenden Wahlberechtigten 23 Stimmen bei einer ungültigen Stimme. Die weiteren zehn Stimmen verteilten sich auf sechs Bürger, die nicht vorgeschlagen waren. Andreas Hügerich gratulierte der neuen Ortssprecherin und dankte auch dem bisherigen Ortssprecher Konrad Schnapp, der sich 30 Jahre lang mit viel Herzblut und Engagement in dieser Funktion für seinen Heimatort einsetzte und in kaum einer Stadtratssitzung fehlte. Die 42-jährige neue Ortssprecherin versprach, die Wünsche, Anregungen, aber auch Kritikpunkte der Mönchkröttendorfer bei der Stadt vorzubringen.
In der Bürgerversammlung war die geplante Baumaßnahme der Ortskanalisation Mönchkröttendorf und Lahm das Hauptthema, über die der Stadtbaumeister Jürgen Graßinger informierte. Er stellte mehrere Varianten vor, wobei jeweils das Trennsystem zum Einsatz kommt, bei dem getrennte Kanäle für die Ableitung von Schmutzwasser und Regenwasser sorgen. Als beste und günstigste Variante präsentierte Graßinger für Lahm und Mönchkröttendorf jeweils eine Kleinkläranlage nach der SBR-Klärtechnik (SBR=Sequentielle Biologische Reinigung), bei der es eine getrennte Vorklärung zum mechanischen Rückhalt der Grobstoffe und ein biologisches Belebungs- und Nachklärbecken gibt. Die Kosten für die beiden SBR-Anlagen würden jeweils rund 150 000 Euro betragen. Für die Ortskanalisation Mönchkröttendorf ergeben sich Kosten für den Ortskanal in Höhe von rund 616 000 Euro, für die Kläranlage in Höhe von rund 178 500 und für den Straßenbau in Höhe von rund 262 000 Euro. Die Stadt verlegt vorsorglich in jedes Anwesen Leerrohre für Glasfaserkabel. Das Bayernwerk wird das Dorf durch Erdkabel mit Strom versorgen. Die Stadtwerke bauen zudem für ihre Kunden ein komplett neues Wasserleitungsnetz auf. thi