Auch der Musikverein Heroldsbach hat sich dem Bündnis "Alarmstufe Rot" der Kunst- und Kulturbranche angeschlossen. Der Musik- und Orchesterbereich steckt durch Corona in ernsten Schwierigkeiten. Ein stiller Protest soll genau das zum Ausdruck bringen.

Als stilles Zeichen leuchten alle Kultur- und Musikstätten in roter Farbe. Daher erstrahlte auch das Musikheim in Heroldsbach am letzten Freitag in roter Farbe.

Datum mit Bedeutung

Warum dann an diesem Tag? Genau an diesem Datum sollte für das Jahreskonzert des Musikvereins Heroldsbach in der Hirtenbachhalle aufgebaut werden, das am Samstag und Sonntag mit drei Orchestern (Großes Blasorchester, Schüler- und Junior-Orchester) des Musikvereins Heroldsbach hätte stattfinden sollen.

Die rund 120 Musiker und ihre Dirigenten hatten sich schon in den letzten Wochen unter nicht normalen Umständen und der Einhaltung eines notwendigen Hygienekonzeptes intensiv auf ihre Auftritte vorbereitet.

Die Musiker möchten ein Zeichen setzen, damit man die Musiker- und Kulturbranche nicht vergisst, denn Auftritte waren in den letzten neun Monaten nicht möglich.

Worum geht es bei "dem roten Protest"? Gefordert wird vor allem eines: ein Rettungsdialog mit der Regierung und Maßnahmen zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft.

"Ohne Kunst und Kultur wird's still" - unter diesem Motto und dem Hashtag #sangundklanglos machten Kultureinrichtungen und Künstler auf ihre Lage aufmerksam. Viele Kulturschaffende und Menschen aus der Veranstaltungsbranche brauchen dringend finanzielle Unterstützung vom Staat. Und, es geht auch um mehr Anerkennung für die Kulturbranche insgesamt. Aber wenn Veranstaltungen und damit Einnahmen wegfallen, müssten die Verluste auch kompensiert werden. Schnelle Lösungen von der Politik seien gefragt, so die Organisatoren der Aktion. red