"Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen" - der Arbeitskreis "Keine sexuelle Gewalt" engagiert sich für das Thema. Der Arbeitskreis wird sich am Samstag, 25. November, ab 10 Uhr mit einem Aktionsstand "Am Gräfsblock" passend zum internationalen Aktionstag präsentieren und dabei auch Infomaterial verteilen.International organisieren Menschenrechtsorganisationen wie "Terre des Femmes" Veranstaltungen, bei denen es um die Einhaltung von Menschenrechten gegenüber Frauen und Mädchen geht. Sie haben die Einhaltung der Menschenrechte zum Ziel und wenden sich gegen Zwangsprostitution, Zwangsheirat, sexuellen Missbrauch, Vergewaltigung und häusliche Gewalt.
Bundesweit finden Frauen über das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen", das rund um die Uhr und an 365 Tagen unter der Rufnummer 08000/116016 erreichbar ist, Hilfe. Auch über die Online-Beratung unter www.hilfetelefon.de können sich Betroffene und auch Menschen aus dem sozialen Umfeld der Betroffenen anonym, kostenlos, barrierefrei und in 17 Fremdsprachen beraten lassen. In Coburg engagieren sich außerdem die Notrufstelle und das Frauenhaus. Der Coburger Frauennotruf weist anlässlich des Aktionstages am 25. November auf sein Hilfsangebot hin. Weitere Informationen gibt es auch online auf www.notrufstelle-coburg.de oder telefonisch unter 09561/90155.
Am 10. November 2016 trat das neue Sexualstrafrecht in Kraft. Seitdem ist ein sexueller Übergriff dann strafbar, wenn er gegen den erkennbaren Willen einer Person ausgeführt wird. Zum einjährigen Bestehen fragte der Bundesverband der Frauennotrufe und Frauenberatungsstellen nach ersten Erfahrungen. "Es gibt noch nicht so viele Fälle und Erfahrungswerte. Dem bff liegt noch kein Urteil eines nach dem neuen Sexualstrafrecht abgeschlossenen Verfahrens vor", so Katja Grieger, die Leiterin des bff.


Verfahren dauern lange

Da Sexualstrafrechtsverfahren oft lange dauern - eine große Belastung für die betroffenen Frauen -, sind die allermeisten offenen Verfahren noch solche nach dem alten Sexualstrafrecht. Erste Verfahren werden aktuell durch Mitarbeiterinnen der Fachberatungsstellen für gewaltbetroffene Frauen und Mädchen begleitet und der bff steht in den Startlöchern, diese zu dokumentieren. Die Beraterinnen klären die betroffenen Frauen über die neue Gesetzeslage auf. Die Umfrage zeigt: Einige Frauen fühlen sich gestärkt und überlegen sich eher, die erlebte Gewalt zur Anzeige zu bringen.
"Wir sind stolz, dass wir seit mehr als 15 Jahren das Präventionstheaterstück ,Katzen und Mrs. Murr‘ jährlich an interessierte Schulen bringen", sagt Marianne Morchel, eine der Mitbegründerinnen des Arbeitskreises und immer noch in der Leitung des Arbeitskreises engagiert. Das selbst geschriebene und inszenierte Theaterstück und die betreute Nachbereitung leisten einen wertvollen Beitrag zum Kinder- und Jugendschutz und setzen bereits in der Grundschule präventiv an. heißt es in einer Mitteilung des Arbeitskreises. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Bausteine, wie der zwei Mal im Jahr stattfindende Runde Tisch gegen häusliche Gewalt.
Aus den Veranstaltungen des Runden Tisches wurden inzwischen viele Aktionen aus der Taufe gehoben. Informieren kann man sich über einen Flyer. Er kann kostenlos unter E-Mail susanne.mueller@coburg.de anfordert werden. red