Viele Menschen könnten gerettet werden, wenn andere sich trauen würden, Erste Hilfe zu leisten. Deshalb hatten die Kinder und Jugendlichen des Fischereivereins Aisch unlängst Ausbilder Alfred Albrecht von der Ortsgruppe Adelsdorf des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) zu Gast, der inzwischen über mehr als 25 Jahre Erfahrung im aktiven Dienst verfügt und diese erfolgreich weitergibt. "30 000 Menschen könnten in Deutschland jedes Jahr allein dadurch gerettet werden, indem man einer bewusstlosen Person den Kopf überstreckt, so die Luftröhre wieder frei macht und sie in die stabile Seitenlage bringt", erklärte er und zeigte die Details an einem Modell. "Ein Erwachsener kommt bei Zimmertemperatur nur drei Minuten ohne Sauerstoff aus - es zählt wirklich jede Sekunde!"

Abwechselnd mit kleinen Filmen gab es viele praktische Übungen. Und da sich die Erste-Hilfe-Demonstration im Aischer Fischereiverein vorrangig an die Mitglieder der Jugendgruppe richtete, gab es auch eine Übungspuppe in der Größe eines Kindes, an der man Herz-Lungen-Wiederbelebung und eben auch das erwähnte Freimachen der Atemwege üben konnte. Ausbilder Albrecht musste dabei viele Fragen beantworten und tat es stets geduldig, hatte viele Eselsbrücken zur Hand, damit man sich all die Handgriffe und Abläufe auch gut merken konnte. Bei den Übungen für die stabile Seitenlage kam dann auch Jugendbetreuer Rainer Habermann an die Reihe, der sich bereitwillig als "hilflose Person" zur Verfügung stellte.

Insgesamt gesehen ein äußert spannender und lehrreicher Vormittag, da waren sich alle einig - und dass es darüber hinaus großen Spaß gemacht hat, sah man auch, heißt es in einem Pressebericht des Vereins. Den Spaß könnte man in Zukunft auch mit anderen Kindern und Jugendlichen teilen. "Der Fischereiverein Aisch nimmt noch Mitglieder auf", berichtet Jugendleiter Stefan Schleicher.

Übrigens könne jeder auch vorbeugend etwas tun, erklärte der BRK-Vertreter: beispielsweise die kostenlose Rotkreuz-App mit ihrem Sicherheitspaket aus Standortbestimmung mit Geokoordinaten und Notfallnummern herunterladen. Man könne den abgelaufenen Erste-Hilfe-Kasten im Auto erneuern, die eigene Tetanusimpfung auffrischen lassen oder sogar an einem Auffrischkurs für Erste Hilfe in Kooperation zwischen DRK und ADAC teilnehmen. "Man muss es nur tun", meint Alfred Albrecht. red