von unserem Redaktionsmitglied 
oliver schmidt

Coburg — Als "bedauerlich" bezeichnet Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) die Schließung der Postfiliale am Neustadter Arnoldplatz zum 30. Juni 2015. In einem Brief an den Landtagsabgeordneten Jürgen W. Heike (CSU), der die Ministerin um Hilfe gebeten hatte, macht Aigner den Neustadtern aber auch Mut: In einer neuen Filiale, für die allerdings erst noch ein Standort gefunden werden muss, solle "das komplette Angebot an Postdienstleistungen" (also allen voran der Brief- und Paketversand) sowie der "reine Zahlungsverkehr der Postbank" (damit sind Ein- und Auszahlungen gemeint) angeboten werden. Dies, so Ilse Aigner, sei ihr auf Nachfrage bei der Post versichert worden.
Aber: Die Leistungen des "intensiven Bankgeschäfts" (dazu zählen etwa Finanzierungsangebote oder Anlageberatungen), die bislang in der Filiale am Arnoldplatz noch möglich sind, müssten am neuen Standort wegfallen.
Positiv sei aber nach Ansicht der Ministerin festzuhalten, dass die Deutsche Post einen Alternativstandort ohne zeitliche Lücken zur Schließung der bisherigen Filiale vorsehe. Und Aigner betont: "Darüber hinaus hat die Deutsche Post nach dem Postgesetz und der Postuniversaldienstleistungsrichtlinie das Angebot an Dienstleistungen flächendeckend in einer bestimmten vorgegebenen Qualität sicherzustellen." Sie, Aigner, gehe deshalb davon aus, dass es "keine Beeinträchtigung der Postversorgung in Neustadt bei Coburg" zu erwarten sei. Die von Jürgen W. Heike geäußerte Befürchtung über eine möglicherweise unzureichende Postversorgung dürfte - "trotz der genannten leichten Einschränkungen" - unbegründet sein.
Letztlich steht und fällt aber das alles natürlich damit, dass im Gebiet der Neustadter Innenstadt ein neuer und passender Standort für eine Post-Filiale gefunden wird. Nach Tageblatt-Informationen könnte noch im März mit einem Ergebnis zu rechnen sein.