Seit Mitte August steigen die Krankschreibungen in Bayern wegen Atemwegserkrankungen insgesamt zwar wieder an. Doch Anstieg und Anzahl der Betroffenen fallen im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringer aus. Das belegt eine aktuelle Analyse der Barmer-Krankenkasse. Demnach stieg von Mitte August bis Anfang Oktober 2019 die Zahl ihrer krankgeschriebenen Versicherten in Bayern um rund 6000 auf insgesamt 8990. Das entsprach einem Plus von 208 Prozent. In diesem Jahr liegt der Zuwachs hingegen bei 142 Prozent (plus 3411 auf insgesamt 5817).

Diese deutlichen Abweichungen können allein durch unterschiedliche Witterungsbedingungen nicht erklärt werden. "Die AHA-Regeln wirken nachweislich. Das ist kurz nach dem Beginn des zweiten Lockdowns eine wichtige Botschaft. Jeder Einzelne kann und muss etwas tun, um die sich zuspitzende Pandemie in den Griff zu bekommen", fordert Claudia Wöhler, Landesgeschäftsführerin der Barmer. Rücksichtnahme, Verantwortung und Disziplin seien nun die Gebote der Stunde.

Regionale Unterschiede

Die Analyse der Krankenkasse zeigt aber deutliche regionale Unterschiede bei der Zahl der Atemwegserkrankten.

Während in Kalenderwoche 41 dieses Jahres in Bayern 10,5 je 1000 ihrer Versicherten krankgeschrieben waren traf das in Hamburg nur auf 7,2 zu. "Die AHA-Regeln sollten alle ohne Wenn und Aber einhalten", betont Claudia Wöhler eindringlich. red