Die Gemeinde Lisberg plant einen Neubau für medizinische Grundversorgung auf dem Land. Dazu soll das alte Brauhaus neben dem Schloss abgebrochen und an gleicher Stelle ein barrierefreier Neubau mit ausreichend Platz - das "Ärztliche Praxiszentrum am Schloss" - entstehen.

Bürgermeister Michael Bergrab und Zweiter Bürgermeister Bernhard Lösel hatten Gesundheitsministerin Melanie Huml den Leiter des Trabelsdorfer Praxiszentrums Dr. Bernd Ebner sowie Dr. Lothar Schnabel von der Geschäftsleitung Medizin der Sozialstiftung Bamberg in Trabelsdorf zum Rundgang durch die bestehenden Praxisräume geladen. Danach wurde der Platz für den geplanten Neubau direkt neben dem Schloss Trabelsdorf besichtigt.

Wie Ebner erklärte, sind die bisherigen Praxisräumlichkeiten sehr beengt, die Praxis im Erdgeschoss des Schlosses zweigeteilt und teilweise nicht barrierefrei. Insgesamt erfülle die Praxis nicht mehr den Anforderungen zukünftig anstehender Herausforderungen. Zudem benötige man dringend mehr Platz für Personal und Patienten, sowie Räumlichkeiten für weitere Technik. Ebner freute sich, gemeinsam mit der Gemeinde das neue Praxiszentrum aufbauen zu können.

Melanie Huml nahm das Vorhaben der Gemeinde Lisberg zum Anlass, sich persönlich direkt vor Ort vom aktuellen Stand zu informieren. Gut findet sie, "wenn auch Kommunen selbst aktiv werden - so wie Lisberg." Das Geplante sieht sie als wichtigen Beitrag dafür, dass die Menschen in der Region auch künftig Hausärzte und einen Internisten vor Ort haben.

Bürgermeister Bergrab hob hervor, mit dieser Investition werde die medizinische Versorgung auf dem Lande durch eine moderne Praxis und nahe gelegene Apotheke dauerhaft gesichert sowie die Attraktivität der Gemeinde als Wohnort und Kleinzentrum gestärkt. "Schon 2020 wollen wir beginnen, die Maßnahme umzusetzen." Es soll mit Abbruch und Neubau begonnen werden. Die Bauvoranfrage der Gemeinde im Landratsamt Bamberg laufe bereits. Das Projekt werde je nach Ausbaustufe drei bis fünf Millionen Euro kosten. "Die genauen Kosten müssen im Zuge der finalen Planungen ermittelt werden."

Begleitung und Unterstützung

Für eine intensive Begleitung und Unterstützung seitens der Staatsministerin sei die Gemeinde Lisberg sehr dankbar.

Abschließend erklärte Bergrab, dass als mögliche Nachnutzung der alten Praxisräume im Erdgeschoss des Schlosses Erweiterungsmöglichkeiten für die Verwaltungsgemeinschaft vorgesehen seien, damit Bürger für das kommunale Tagesgeschäft, wie z.B. das Einwohnermeldeamt, nicht mehr hoch in den zweiten Stock müssen. red