Herzogenaurach — Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller Adidas zeigt Herz für die Flüchtlinge und stellt für verschiedene Projekte eine halbe Million Euro zur Verfügung. Mit der Spende unterstützen auch die Mitarbeiter die Flüchtlingshilfe, denn sie verzichten dafür auf die schon traditionelle Weihnachtsfeier, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.
Dabei arbeitet das Unternehmen mit der Flüchtlings- und Nichtregierungsorganisation "Luftfahrt ohne Grenzen" und aktuell mit Gemeinden zusammen, um Flüchtlinge mit Produktspenden - also Kleidung - auszustatten. Zudem beteiligt sich Adidas an Hilfslieferungen für Flüchtlingslager an der türkisch-syrischen Grenze. In Deutschland stellte der Konzern unter anderem die Ausrüstung für das Fußball-Trainingscamp des FC Bayern München für Flüchtlinge zur Verfügung, Mitarbeiter bieten ehrenamtlich Sportkurse für Migranten in und um Herzogenaurach an. Mitarbeiter bieten Flüchtlingen in Herzogenaurach, Erlangen und Nürnberg an, gemeinsam Fußball zu spielen oder anderen Sport zu treiben, um ihnen das Einleben zu erleichtern.
Adidas beschäftigt im Augenblick keine Flüchtlinge und hat keine speziellen Programme in Planung, begrüßt aber, dass die Rahmenbedingungen sich vereinfachen sollen. Qualifizierte Bewerber seien jederzeit willkommen, heißt es in der Konzernzentrale.
Abgesehen davon laufen die Adidas-Geschäfte besser als im vergangenen Jahr. Neben einem positiven Quartalsergebnis hat Vorstandschef Herbert Hainer verkündet, dass die Beschäftigungszahl am Standort Herzogenaurach von 3918 im Januar auf jetzt 4258 gestiegen ist. Dabei sind in Herzogenaurach nach Angaben der Konzernleitung immer noch 400 Stellen unbesetzt. red