Ganz im Zeichen des bevorstehenden Radentscheids Bamberg stand die Mitgliederversammlung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Bamberg. Dabei machte das gesamte Vorstandsteam deutlich, dass es hinter dem Radentscheid steht, da sie mit den Zielen des ADFC weitgehend deckungsgleich seien. Nach einer Vorstellung des Radentscheids durch Christian Hader, einem der Initiatoren, war das Feedback der Mitglieder äußerst positiv. Auch Martin Jobst, der als Vertreter des ADFC-Landesvorstands in Bamberg zu Gast war, fand die Initiative Radentscheid sehr beeindruckend und betonte, dass die Ziele auch weitgehend mit denen des ADFC auf Bundes- und Landesebene identisch seien.
Der ADFC verspricht sich von einem erfolgreichen Radentscheid endlich mehr Druck auf die politisch Handelnden in der Stadt, die Belange des Radverkehrs ernst zu nehmen und zu erkennen, dass die Förderung des Radverkehrs keine Forderung von ein paar wenigen ist, sondern aus der Mitte der Bevölkerung kommt. Bei einer entsprechend großen Zahl an Unterschriften für dieses Bürgerbegehren könne sich die Stadt nicht mehr auf dem erfreulich hohen Radverkehrsanteil von 30 Prozent ausruhen und behaupten, bereits alles für die Radler gemacht zu haben.
Von vielen Mitgliedern wurde die Situation am Regensburger Ring und der Magazinstraße beklagt. Zwar habe die Stadt wohl endlich eingesehen, dass linksseitige Radwege gefährlich sind - leider reicht diese Einsicht nur für knapp 80 Meter, denn dann muss der Radler wieder die Straße queren und auf dem linksseitigen Zweirichtungsradweg Richtung Gaustadt fahren. "Dies ist weder sicher noch komfortabel", stellt Harald Pappenscheller fest.
Fast noch schlimmer kommt es für die Radler, die den bisherigen Radweg in der Magazinstraße in Richtung Gaustadt benutzen, diese müssen noch monatelang gleich zweimal die Straßenseite wechseln, wenn sie nicht verbotswidrig fahren wollen.
Michael Schilling berichtete über die weiteren Aktivitäten im abgelaufenen Jahr, zu denen natürlich das umfangreiche Radtourenangebot gehört. Insgesamt waren es 89 Touren die 2016 von den ehrenamtlichen Tourenleitern angeboten worden. Die beliebten Feierabendtouren starten am 19. April.
Über solide Finanzen und einen Anstieg der Mitgliederzahl auf 536 berichtete Schatzmeisterin Elke Pappenscheller. red