von unserer Mitarbeiterin Pauline Lindner

Adelsdorf — Es war mal wieder soweit, den Flächennutzungsplan und vor allem den Landschaftsplan zu überarbeiten, gab Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) vor: "Der Hauptort ist mit Baugebiet versorgt, aber wie geht es in den Ortsteilen weiter?" Der gültige Plan stammt aus dem Jahr 2001. Es geht um den Planungshorizont bis 2030. Deswegen lud die Kommune mehrere Planerfirmen ein, die bereits für Adelsdorf gearbeitet hatten, zuerst Stadtplanung Wegner und Landschaftsplanung Sebastian Klebe.
Diese Pläne sind die Grundlage für die Bebauung, aber auch für viele - nicht zu unterschätzende - weiche Standortfaktoren. Eingearbeitet werden müssen auch übergeordnete Ziele wie der Regionalplan und Leader-Konzepte. Zur Fortschreibung gehört auch der Vergleich zwischen ausgewiesenem Kartenbild und Ist-Zustand.


Ausgleichsflächen ausweisen

Wenn neue Bauflächen ausgewiesen werden, müssen auch Ausgleichsflächen bzw. Areale dafür vorgesehen werden. Basis dafür ist eine Bedarfs- und Konfliktanalyse. Besonderheiten des Ortsgebiets (Kernort und acht Ortsteile) mit fast 4000 Hektar Fläche sind für Klebe die vielen Weiherflächen, ausgewiesene Schutzgebiete und das Band der alten Bahntrasse.
Als zweites sprach Matthias Rühl von der Arbeitsgemeinschaft Stadt & Land. Wichtig ist ihm die Bürgerbeteiligung, besonders in den Ortsteilen. Sein Schlagwort ist "Zukunft bauen". Dritter Bewerber ist die Planungsgruppe Strunz. Geschäftsführer Frank Schönfelder und Landschaftsarchitekt Klaus Täuber stellten die Arbeitsschritte samt Verfahrensablauf und Umweltbericht für das Gesamtplanwerk vor. Auch sie halten die Einbindung der Bevölkerung durch Workshops für sehr wichtig. In nichtöffentlicher Sitzung entschied sich der Bauausschuss für Wegner und Klebe.