Bereits am 3. Mai bekamen die Röttenbacher Gemeinderäte einen Antrag von der Projektgruppe "Röttenbacher Ortsgeschichte". In ihrem Antrag forderte diese die Benennung des Fußweges vom Kriegerdenkmal zum Friedhof nach Adam Schön.
Doch wer war eigentlich Adam Schön? Adam Schön wurde 1839 in Röttenbach geboren, zog dann 1853 mit seiner Familie nach Freising, wo er 1869 das Heimatrecht bekam. 1864 erwarb er drei kunsthistorisch wertvolle Figuren des Rokoko-Künstlers Ignaz Günther, die mit dem Zug nach Erlangen und dann mit Pferdefuhrwerken nach Röttenbach gebracht wurden.
Die Projektgruppe schlägt vor, ein Schild am Fußweg, ähnlich des Straßenschildes der Albrecht-Dürer-Straße in Höchstadt, anzubringen, um so Adam Schön zu würdigen. Zusätzlich soll eine Informationstafel zu Adam Schön aufgestellt werden.


Offline- und Onlinewelt verbunden

Außerdem sollen Informationstafeln an weiteren historischen Standorten aufgestellt werden (20-30 Stück), beispielsweise am alten Rathaus. Diese Infotafeln sollen kurze Informationen zum Objekt, ein Bild als Blickfang und einen Link bzw. QR-Code, der auf die jeweilige Seite auf der Homepage der Gemeinde verweist, enthalten. Vorschläge für Standorte würden noch entgegengenommen.
Gemeinderat Lothar Saulich (SPD) freute sich über das Engagement der Projektgruppe, mahnte jedoch, dass man das Konzept beibehalten sollte, Straßen nicht nach Personen zu benennen. "Der Weg ist ja auch keine offizielle Straße, dann ist es ja in Ordnung", erwiderte Bürgermeister Ludwig Wahl (FW). Er lobte außerdem das Zusammenspiel von Offline- und Onlinewelt, das bei den Infotafeln umgesetzt werden soll. Der Umbenennung des Weges und der Aufstellung von Infotafeln stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.