"Wild Thing" klingt es durch die Aula der Rückertschule. Die Schulband spielt zum Abschied der "Jungen Wilden", der Absolventen der 9. Klasse. Rektor Manfred Greiner-Gunzenheimer verzichtet auf eine Rede, sondern bindet die Absolventen ein. Die gemeinsame Erkenntnis: "In Deutschland gibt es keine Bodenschätze", sagt Greiner-Gunzenheimer. Dennoch lebe man in Deutschland in Wohlstand. "Wir verkaufen unser Wissen." Deswegen sei es wichtig, Bildung weiter zu bewahren.
"Ich wünsche den Absolventen, dass sie in ihrem weiteren Leben glücklich sind", sagte zweiter Elternsprecher Michael Eberth. Doch wo sie das Glück finden können, sei für die Schüler nicht immer eindeutig. "Mit Geld, Ansehen, Besitz oder ausschweifenden Partys kann man unmöglich zufrieden werden", sagt er. Hauptsächlich die Menschen, mit denen man sich umgibt, seien für das persönliche Wohl zuständig. "In Vertrauen, Humor, Herzlichkeit und Aufmerksamkeit findet man sein Glück. Außerdem muss man loslassen können und mutig sein", sagt er.
Klassenleiterin Sandra Behnke zeigte sich stolz auf das, was sie mit ihren Schülern erreicht hat. "In meiner Klasse sind acht Nationalitäten aufeinander getroffen, doch es herrschte trotzdem eine angenehme Lernatmosphäre und es gab keine Probleme." Für die Zukunft hoffe sie, dass ihre Schüler auch weiterhin jeden Menschen als gleichwertig sehen. "Ich wünsche mir, dass sie nicht wegsehen und mutig eintreten", sagte sie.
Als Klassenbeste wurden folgende Schüler ausgezeichnet: Kevin-Andre Kerschagl, Tamara Pietschmann (beide 7G), Svenja Busch, Lena Lafleur (beide 9A), Arben Imeri und Melike Torun. Außerdem wurde Pascal Marquardt für sein Mitwirken in der Schülerband belohnt. Jacqueline Bayer, Michelle Benke, Nicole Brening und Kübranur Özcan wurden für ihre Arbeit im Schul-Bistro ausgezeichnet, Paul Kluge und Jasmin Heinze erhielten ihre Streitschlichterurkunden. dp