Angehende Schreiner, die in der Klasse HTE 10 der Hans-Wilsdorf-Schule den Umgang mit dem Werkstoff Holz lernen, setzten sich jetzt für den Wald ein. Unter der fachkundigen Anleitung von Jule Ganz und Erik Janhsen vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten setzten die Schüler mehr als 350 kleine Weißtännchen.

"Wir haben hier, in dem Wald der Bürgerhospitalstiftung, die Besonderheit, dass der Boden eine Fließsandschicht aufweist. Das bedeutet, dass wir hier eine Baumart brauchen, die tiefe Wurzeln hat", erklärt Jule Ganz vom AELF fachmännisch. Um den Wald zukunftsfähig zu machen, hatten die Forstexperten 350 Weißtannen ausgesucht. "Vor dem Setzen werden die Wurzeln etwas eingekürzt", erklärte Gregor Bauer. Er zeigte sich stolz, was er im Wald gelernt hatte. Denn durch das Kürzen der Wurzeln auf eine Länge funktioniert das Setzen leichter.

Die kleinen Bäume, die etwa zwei Jahre alt sind, mussten dreißig Zentimeter tief eingegraben werden. Auch Anwohner der Wolfskehle halfen mit. Die Bäume wurden im Rahmen der Initiative Zukunftswald beschafft. Dass die Wahl ausgerechnet auf Weißtannen fiel, hängt damit zusammen, dass diese Baumart Wasser aus tieferen Schichten holen kann und deshalb nicht so hitzeempfindlich ist. Weißtannen wachsen schnell und können bis zu 500 Jahre alt werden. Ihr Holz ist witterungsbeständiger und spröder als das Holz der gemeinen Fichte. Es lässt sich auch gut bearbeiten, imprägnieren und verleimen. Als kleines Extra sehen die Forstexperten die Weißtanne als wichtigen Faktor, um den Hang, der immer wieder ins Rutschen gerät, zu stabilisieren.

Für die Schüler der Hans-Wilsdorf-Schule war die Baumpflanzaktion eine willkommene Abwechslung vom Schulalltag und von der Arbeit in den Werkstätten. "Es macht wirklich Spaß, etwas für den Wald zu tun", sagte Bastian Klippel. Und Milon Major fügte hinzu, dass die Arbeit an der frischen Luft eine echte Wohltat sei. so