Der Abwasserzweckverband Rotmaintal hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, die Beitrags- und Gebührensatzung zu ändern. Die Bürger müssen künftig 1,58 statt 1,40 Euro pro Kubikmeter Abwasser zahlen, die Gebühren für das Niederschlagswasser erhöhen sich von 51 auf 58 Cent. Außerdem ist von den Nutzern neu eine jährliche Grundgebühr von 36 Euro zu entrichten. Verbandsvorsitzender Harald Hübner begründete das mit der Notwendigkeit, Geld anzusparen, um Kanale erneuern und sanieren zu können. Der Neudrossenfelder Bürgermeister: "Zudem sind die bisherigen staatlichen Zuschüsse weggefallen, auch haben wir seit 2002 nicht an der Preisschraube gedreht, sondern konnten die Gebühren konstant halten". Die Anhebung sei unumgänglich.
Hübner machte deutlich, welche Aufgaben der Zweckverband bereits bewältigt hat. So sind jetzt die beiden Kommunen Neudrossenfeld und Heinersreuth mit ihren Ortsteilen, das sind 2413 Haushalte mit etwa 7600 Einwohnern, nahezu komplett ans zentrale Abwassersystem oder an die Kläranlagen in Schwingen,Waldau und Wehelitz angeschlossen. Seit der Gründung des Verbandes 1978 habe man etwa 25,6 Millionen Euro investiert, Zuwendungen dafür gab es in Höhe von13,6 Millionen.
Die Investitionen für 2015 bezifferte Geschäftführer Rainer Schimpf auf insgesamt 156 000 Euro für Kanalmaßnahmen im Zuge des Ausbaus der Ortsdurchfahrt Heinersreuth und in der Bühlstraße sowie für die Erneuerung und Erweiterung der Fernwirkanlage.
Man habe 19 Schmutzwasserpumpwerke, zwölf Regenüberlaufbecken drei Niederschlagswasserpumpwerke zu betreuen, "eine immense Aufgabe", so Schimpf. Die Verschuldung betrage zum Jahresende 1,35 Millionen Euro, die Rücklagen summierten sich auf 344 600 Euro.