Ab dem kommenden Wochenende werden in den Gemeinden im Katholischen Seelsorgebereich Kronach wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert. Wie in allen anderen Bereichen des öffentlichen Lebens müssen sich die Gläubigen allerdings auch beim Kirchgang auf besondere Schutzmaßnahmen in Zeiten des Coronavirus einstellen. Thomas Teuchgräber, der leitende Pfarrer des Seelsorgebereichs, weist deshalb darauf hin, worauf beim Gottesdienst zu achten ist: 1. Die Teilnahme an den öffentlichen Gottesdiensten ist freiwillig und absolut selbstverantwortlich. Es kann keine Haftung übernommen werden.

2. Da die Aufnahmekapazität der Kirchenräume im Seelsorgebereich unterschiedlich groß ist und die staatlichen Vorgaben des Mindestabstands der anwesenden Personen eingehalten werden müssen, darf jeweils nur eine bestimmte Anzahl von Personen teilnehmen, die sich auf markierte Plätze im Zwei-Meter-Abstand begeben müssen. Nur Personen aus dem gleichen Haushalt dürfen näher beieinander sitzen.

Deshalb ist für die Sonntagsgottesdienste (einschließlich Vorabendmessen) bis auf weiteres eine vorherige telefonische Anmeldung im jeweiligen zuständigen Pfarramt erforderlich. Den Besuchswunsch nur auf den Anrufbeantworter zu sprechen, reicht in diesem Falle nicht aus. Für die Werktagsgottesdienste braucht es keine vorherige Anmeldung, da werktags die betreffenden Gottesdienstgemeinden in der Regel kleiner sind, als zugelassene Plätze zur Verfügung stehen.

3. Wer unspezifische Allgemeinsymptome, Fieber oder Atemwegsprobleme hat, infiziert oder unter Quarantäne gestellt ist oder in den letzten vierzehn Tagen vor dem Gottesdienst Kontakt zu einem bestätigt an Covid-19 Erkrankten gehabt hat, darf nicht an den Gottesdiensten teilnehmen und muss auf die Teilnahme einstweilen verzichten. Die Kirche ist für die Erkrankten und ihr Umfeld jedoch weiterhin da. Betroffene dürfen sich gerne bei den Seelsorgenden zu Gesprächen am Telefon melden.

4. Alle Teilnehmenden bei den Gottesdiensten müssen ihre persönlichen Mund- und Nasen-Bedeckung dabei ständig tragen. Nur beim Moment des Kommunionempfangs darf dieser Schutz kurzzeitig abgenommen und muss anschließend umgehend wieder angezogen werden. Personen ohne Mund- und Nasen-Bedeckung wird der Zugang zum Gottesdienst am Eingangsportal durch eingesetzte Ordnerkräfte verwehrt. Ihren Anweisungen ist Folge zu leisten - auch beim "einbahnigen" Ablauf des Kommunionempfangs, der in jeder Kirche anders geregelt ist. Bitte beim Anstehen auch auf den bekannten Mindestabstand achten.

5. Bis auf weiteres dürfen die vorhandenen Gesangbücher nicht zur Benutzung in den Gottesdiensten zur Verfügung gestellt werden. Es wird darum gebeten, private Ausgaben des Gotteslobs mitzubringen.

6. In der kommenden Woche treffen sich die einzelnen Pfarrgemeinderatsgremien des Seelsorgebereichs zur Erörterung der jeweils vor Ort vorzunehmenden Maßnahmen und zur Beschlussfassung ihrer Umsetzung für die kommenden drei Sonntage. Danach wird die jeweilige Vorgehensweise in diesen Gremien reflektiert und das Infektionsschutzkonzept mit den dann gültigen staatlichen und diözesanen Rahmenbedingungen weitergeschrieben.

In der zweiten Wochenhälfte wird eine Gottesdienstordnung für den Seelsorgebereich mit Angabe der jeweils möglichen Höchstzahlen von Teilnehmenden veröffentlicht.

7. Die Erstkommunionfeiern dieses Frühjahres werden im gesamten Seelsorgebereich in das nächste Schuljahr verschoben. Das Pastorale Team plant auf einer Klausurtagung Anfang September festzulegen, ob die jeweils gemeinsamen Feiern noch im Herbst 2020 oder erst im Frühling 2021 durchgeführt werden.

8. Die Firmungen im laufenden Schuljahr sind seitens des Erzbistums Bamberg bis zum Ende der Sommerferien ausgesetzt worden. Ein neuer Firmplan wird im Seelsorgebereich Anfang September 2020 erstellt.

9. Taufen und Trauungen können ebenfalls einstweilen verschoben werden. Familien, die sie dennoch in den kommenden Wochen feiern möchten, müssen sich dabei auch an die Regelungen (siehe 1 bis 5) halten.

10. Beerdigungen und Urnenbeisetzungen werden einstweilen weiterhin ohne eigenen vorausgehenden Trauergottesdienst in einer Kirche gehalten und die Liturgie ausschließlich auf dem Friedhof im Freien und am Grab durchgeführt. Es gelten hier die aktuellen staatlichen Vorgaben für den engsten Familienkreis von möglichst zehn, maximal 15 Personen (ohne die Bestattungsmitarbeiter und Geistlichen mitzählen zu müssen). Mindestabstände zwischen den Personen von 1,5 Metern sind einzuhalten und fiebrig Erkrankte oder von Symptomen von Atemwegserkrankungen Befallene dürfen nicht teilnehmen.

11. Die Ministranten bleiben von ihren Diensten einstweilen weiterhin freigestellt. Chorproben von Chören, auch von Kinder- und Jugendchören, Scholen und Bands finden zumindest bis zum Ende dieses Schuljahres nicht statt.

12. Gemeinsame Wallfahrten (nach Marienweiher, Glosberg, Vierzehnheiligen) sind vorläufig bis einschließlich September 2020 abgesagt. red