Fritz Kühnlein galt vielen als ein Hammelburger Original. Jetzt ist er im Alter von 95 Jahren gestorben. Vielen Lesern ist er als zuverlässiger Zeitungsausträger in Erinnerung. Der Jubilar, ein geborener Hammelburger, machte nach der Schulzeit eine Schlosserausbildung und musste, wie viele seines Alters, anschließend zur Wehrmacht einrücken.


Verlässlicher Zeitungsausträger

Als Flugzeugmechaniker kam Kühnlein ins österreichische Bad Vöslau, wo er seine Ehefrau Henriette kennenlernte. Gleich nach Kriegsende wurde geheiratet. 1955 trat Kühnlein als Schweißer bei der Firma Sachs in Schweinfurt ein, 1985 ging er in den Ruhestand. Seine Tätigkeit als Zeitungsausträger hielt Kühnlein bis ins hohe Alter fit. Gemeinsam mit Ehefrau Henriette lieferte er über Jahrzehnte die Tageszeitung pünktlich in jedes Haus. Kühnleins heimliche Liebe war die Musik, insbesondere das Akkordeon, das er auch selbst spielte. 15 Jahre war er Vorsitzender des Akkordeonorchesters. Eine weitere Leidenschaft galt dem Fußball, speziell dem des FC Hammelburg, in dem er lange Mitglied war. In diese Fußstapfen trat auch Sohn Kurt.
Sportlich betätigte sich der Jubilar vor allem in der Leichtathletik. Er absolvierte nicht nur einige Dutzend Sportabzeichen, sondern lieferte sich auch Duelle mit den Spitzenläufern beim Jakob-Kaiser-Gedächtnis-Lauf.
Kühnlein lebte zuletzt mit Frau Henriette im Dr. Maria-Probst-Altenheim. Das Paar feierte 2005 Diamantene Hochzeit. Fritz Kühnlein wurde am Donnerstag auf dem Hammelburger Friedhof beigesetzt. dübi/ win