Coburg — Zeit zum Abschiednehmen im Coburger Kunstverein. Die beiden großen Sommerausstellungen im Pavillon am Hofgarten werden nur noch bis Sonntag gezeigt.
"Arkadische Begebenheiten" hat Heinz Zander seine Werkschau in Malerei und Grafik genannt. Sie bietet spannende Einblicke in das Schaffen des Künstlers, der seine Ausbildung in den 1960er Jahren an der legendären Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Bernhard Heisig und als Meisterschüler von Fritz Cremer an der Berliner Akademie der Künste erhalten hat. Der Besucher dieser Ausstellung im Kunstverein erlebt Zander als belesenen Geschichtenerzähler mit einem ausgeprägten Faible für die Welt der Mythen und Allegorien. Virtuos und anspielungsreich jongliert er mit Bildmotiven und Assoziationen und entführt den Betrachter seiner Gemälde in ebenso farbenprächtige wie detailreiche Welten.
Im Studio des Kunstvereins sind parallel dazu Arbeiten der aus Coburg stammenden Künstlerin Jessica Maria Toliver zu sehen. "Underwater tusculum" ist der Titel ihrer Präsentation mit Scherenschnitten und Installationen. "Skizzenschnitte" nennt sie ihre Technik, bei der am Anfang eine rasch auf das Papier geworfene Skizze steht. Dem Skizzieren folgt bei dieser Technik ein langwieriger Prozess des Ausschneidens mit dem Skalpell. Auf diese Weise erhalten ihre Arbeiten den Eindruck des Gewebeartigen.
Öffnungszeiten: Freitag und Samstag 14 bis 17 Uhr, Sonntag 10 bis 12.30 und 14 bis 17 Uhr. ct