Zum Leserbrief "Sanierung zu Münchner Baupreisen" im FT vom 3. November: Dauerndes Wiederholen von falschen Tatsachen bringt die Gemeinde nicht nach vorne. Der Leserbriefschreiber hat das Vorgehen der Gemeinde Weißenbrunn hinsichtlich des Lernershauses bemängelt. Da er in der letzten Gemeinderatssitzung persönlich anwesend war, dürfte es ihm nicht entgangen sein, dass sich der Eigenanteil der Gemeinde an der Wiederinwertsetzung des Lernershauses bedeutend geringer darstellt als beim Abriss des Gebäudes. Der Eigenanteil beträgt eine niedrige fünfstellige Summe. Der Gemeinderat hat in der Vergangenheit auch aufgrund seiner finanziellen Situation immer versucht, die wirtschaftlichste und durchführbarste Lösung zur Weiterentwicklung der Gemeinde zu suchen.

Ich bin froh, in einer Demokratie leben zu dürfen. Dazu gehört es aber auch, eine demokratische Niederlage zu akzeptieren. Darüber hinaus schickt es sich als nicht mehr in den Rat gewählter Kandidat auch nicht, den neuen Gemeinderäten während der öffentlichen Sitzung laufend Hinweise ins Ohr zu flüstern bzw. Ratschläge erteilen zu wollen.

Die Gemeinde versucht seit vielen Jahren , die alten Bau- und Abrisssünden der Vergangenheit zum Wohle der Einwohnerschaft einer sinnvollen und lebenswerten Gestaltung zuzuführen. Ich bin auch stolz, dass sich sowohl alte wie neue Gemeinderäte auf den Weg gemacht haben, unser Zentrum von Weißenbrunn in einen Zustand zu versetzen, der diesem Anspruch gerecht wird.

Die Gemeinde würde auch finanziell besser dastehen, wenn sich die Eigentümer ihrer alten, belastenden und desolaten Immobilien annehmen würden und nicht nur versuchen, die Gemeinde und ihre Entscheidungsträger an den Pranger zu stellen. Ein altes Sprichwort lautet: "Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen."

Ich würde es ebenso befürworten, wenn sich die Grundstücksbesitzer bei Inanspruchnahme von Leitungsrechten für dringend nötige Infrastrukturmaßnahmen kooperativer zeigen würden. Die Gemeinde könnte sich dann Mehrkosten für teure Alternativtrassen ersparen. Aber manchen ist es anscheinend nicht möglich, über den eigenen Tellerrand hinaus zu sehen. Egon Herrmann Weißenbrunn