Im Dezember schickt die SÜC Mitarbeiter zum Ablesen der mehr als 90 000 Stromzähler, Gas- und Wasseruhren in ihrem Netzgebiet. Seit nun zwei Jahren bedient sich das Coburger Versorgungsunternehmen dazu des Personals einer Fremdfirma. "Die Mitarbeiter können sich selbstverständlich ausweisen und tragen eine Arbeitsweste mit der Aufschrift ,SÜC‘", so Andreas Forkel von der SÜC in einer Pressemitteilung. Der jeweilige Zählerstand wird von den Ablesern per Smartphone digital erfasst und fotografiert. Das senkt die Fehlerquote auf ein Minimum und schafft sowohl für die Kunden als auch die SÜC Sicherheit. "Wenn man den ganzen Tag Zahlen eingibt, kann sich schon einmal ein Tippfehler einschleichen. Haben wir Zweifel an der Richtigkeit, dann können wir anhand des Bildes den Zählerstand überprüfen und müssen nicht nochmals zum Kunden fahren", erläutert Forkel.
Die Fotos zeigen nur den Zählerstand und die Zählernummer - sonst nichts. "Nur wir können in unserer Datenbank den Standort des Zählers ausmachen, ein Unbefugter kann nichts mit den Fotos anfangen", zerstreut Forkel etwaige Bedenken um den Datenschutz. Archiviert bleiben die Digitalbilder bis zu zehn Jahre.
Einige Kunden übermitteln den Stand ihres Strom-, Gas- und Wasserzählers online nach Coburg in die Bamberger Straße zur SÜC-Vertriebsabteilung. Trotzdem kommt auch bei diesen Kunden nochmals ein Ableser vorbei. Und wenn jemand trotz mehrmaliger Ableseversuche nicht angetroffen wird und die Zähler daher nicht abgelesen werden können? Dann hinterlässt der Ableser eine Selbstablesekarte. Erreicht die SÜC kein Zählerstand, dann wird geschätzt, wobei die Daten vergangener Jahre herangezogen werden, um ein möglichst genaues Ergebnis zu erhalten. Abgerechnet wird von der SÜC stets das Kalenderjahr, also der Zeitraum zwischen Neujahr und dem Silvestertag. cw