Wie schön ein funktionierender Dorfbrunnen sein kann, erfuhren Kreisbäuerin Marion Warmuth und Maria Püls in Modschiedel. Beide gehören unter der Leitung von Kreisfachberater Michael Stromer der Bewertungskommission des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" an.

Da die Begehung bei hochsommerlichen Temperaturen durchgeführt wurde, waren beide Damen froh, sich bei einem Zwischenstopp mit dem kühlenden Nass des Brunnens erfrischen zu können. Dieser steht mitten im Ort, und mit den restaurierten Sitzmöglichkeiten außen herum bietet er ein besonderes Idyll im Juraort.

Alle ziehen an einem Strick

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende des Gartenbauvereins, Christine Herold, konnte sich die Kommission von der Tatkraft der Einwohner überzeugen. Überall war gemäht, geschnitten, gesäubert und gepflegt worden, um das herrliche Ortsbild herausgeputzt erscheinen zu lassen. Doch war nicht alleine der anstehende Wettbewerb an diesem Tag dafür verantwortlich. "Jeder bringt sich ein", erklärt Christine Herold.

Mitten auf dem Dorfplatz wurde vor kurzem die Übergabe des neuen Feuerwehrfahrzeuges gefeiert. Das alljährliche Backofenfest ist ebenfalls ein besonderer Höhepunkt, bei dem fränkische Lebenskultur zum Tragen kommt. Aber auch die erstmals abgehaltene Dorfweihnacht auf dem Platz zeigte, wie wichtig solche Veranstaltungen im ländlichen Bereich sind. Das renovierte Backhaus bietet den Mittelpunkt. Daneben liegen Fachwerkhäuser, Blumengärten mit Jägerzaun, das Feuerwehrhaus - alles verschmilzt zu einer Einheit.

Wie eine Krone thront über allem die renovierte Ortskirche St. Johannes Baptista. Dass nun ein eigener Kinderspielplatz am Entstehen ist, kann nicht hoch genug angesehen werden. Nur mit großzügigen Spenden, die auch weiterhin nötig sind, sei dies möglich gewesen, erklärte Andrea Pitterich.

Kreisfachberater Michael Stromer urteilte so: "Man sieht an den Neubauten, dass Modschiedel ein begehrter Wohnstandort ist. Und von jungen Familien mit Kindern profitiert der Kindergarten, die Vereinswelt, ja das ganze öffentliche Leben."

Nach dem Feuerwehrfest soll es nun mit dem Bau der Ortsumgehung losgehen. Dadurch könnten in der gärtnerischen Gestaltung des Dorfplatzes nochmals neue Impulse gesetzt werden, freuten sich Michael Stromer und seine Kommission.