Im Frühjahr entscheiden sich viele Jugendliche für eine weitere Schullaufbahn. Da viele nicht wissen würden, ob sie die Kosten für die Schülerbeförderung selbst zahlen müssen, erklärt die Behörde die allgemeinen Ansprüche. Denn der Landkreis ist für die Beförderung aller Schüler zuständig, die eine Realschule, eine Wirtschaftsschule, ein Gymnasium oder eine Berufsschule in Vollzeit bis einschließlich der zehnten Klasse besuchen.


Kriterien für die Zuschüsse

Damit die Fahrten zur Schule bezuschusst werden, müsste es sich laut Landratsamt um eine öffentliche oder staatlich anerkannte Schule handeln. Der Schulweg muss länger als drei Kilometer sein. Maßgeblich für die örtliche Zuständigkeit des Landratsamtes Erlangen-Höchstadt sei in der Regel der Wohnort des Schülers.
Die Beförderungspflicht besteht nur zum Pflicht- und Wahlpflichtunterricht der nächstgelegenen Schule der gewählten Schulart, Ausbildungs- und Fachrichtung, die mit dem geringsten Beförderungsaufwand erreichbar ist. Hierzu wird zum Beispiel bei den Gymnasien nach den Ausbildungsrichtungen beziehungsweise der ersten Fremdsprache unterschieden, wie die Pressesprecherin des Landratsamtes, Hannah Reuter, erklärt.
Die Schülerbeförderung werde vorrangig durch Benutzung des öffentlichen Personennahverkehrs abgewickelt. Die Schulen versuchen über die jeweils geltenden Regelfälle und Tarife zu informieren. Wegen der Vielfalt der Sachverhalte können die Schulen jedoch keine verbindlichen Auskünfte über eine Gewährung der Kostenfreiheit des Schulweges geben. Zur Klärung von Einzelfällen sollten sich Bürger mit dem Landratsamt in Verbindung setzen. Die Sachbearbeiter geben telefonisch unter 09131/803-219 und -220 Auskunft.
Bei einem Übertritt in eine weiterführende Schule wird der Antrag im Regelfall bei der Anmeldung ausgefüllt und an das Landratsamt weitergeleitet. Die Ausgabe der Fahrkarten erfolgt zu Beginn des Schuljahres über die Schulen. Für die Klärung von Fragen kann der Antrag rechtzeitig vor Schulbeginn auch direkt beim Landratsamt in Erlangen, Marktplatz 6, abgegeben werden.
Auch Schüler ab der elften Klasse, die eine Wirtschaftsschule, ein Gymnasium, eine Berufsschule (Teilzeit), Berufsfachschule, Fach- oder Berufsoberschule besuchen, haben einen Anspruch auf Kostenerstattung, soweit die Beförderungskosten die Familienbelastungsgrenze von 420 Euro pro Schuljahr übersteigen. Grundsätzlich müssen die oben genannten Voraussetzungen vorliegen. Der Kostenerstattungsantrag ist bis spätestens 31. Oktober nach Ablauf des Schuljahres zu stellen.
Unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. Kindergeldbezug für drei oder mehr Kinder) werden die nachgewiesenen Kosten voll erstattet bzw. die Fahrkarten ausgegeben. Weitere Informationen sowie Antragsformulare im Internet unter www.erlangen-hoechstadt.de. red