Zeitgenössische Kunst für jeden Geschmack präsentiert der Bund Fränkischer Künstler in der Großen Hofstube der Plassenburg. Bei einer festlichen Vernissage eröffnete die Vorsitzende des Bundes Fränkischer Künstler, Magdalena Franz, gemeinsam mit Oberbürgermeister Ingo Lehmann die Ausstellung.

Farbenprächtige Werke

Mehr als 200 Werke wurden eingereicht. 145 Werke von insgesamt 89 Künstlern wurden von der Jury schließlich ausgewählt. "Die Qualität der Werke ist sehr hoch. Die Ausstellung ist sehr vielfältig", sagte Oberbürgermeister Ingo Lehmann.

Die Sonderausstellung in diesem Jahr ist Karl Bloß gewidmet, der an der Akademie der bildenden Künstler in Nürnberg studierte. Bloß präsentiert farbenprächtige Bilder, die die Betrachter sofort in ihren Bann ziehen. "Sichtbares Wahrnehmen und buntes Erstaunen an der Begegnung von Mensch und Natur", haben ihn inspiriert, sagt der Künstler selbst. "In der Malerei interessieren mich ganz unterschiedliche Inhalte und Darstellungen aus Natur, Kultur, Technik, Sport, Musik, Porträts, aber auch freie Farben und Formen".

Facettenreiche Künstler

Auch alle anderen Beteiligten sorgen für Kunsterlebnisse der besonderen Art: Auf große Resonanz stießen die Skulpturen aus Nägeln von Werner Baur. Der Künstler stellt Flüchtende dar. Lorenz Beutner zeigt in seinen verdrehten Skulpturen labile Wertesysteme. Und echte Sorgen um die Erde macht sich Künstlerin Nora Matocza. Prominentestes Werk der Künstlerin ist "Caritas für die Erde im Planetensystem". Dazu hat sie aus Weidenzweigen, Draht und Holzstangen die Planeten im richtigen Größenverhältnis nachgebildet und zu einer großen Installation zusammengefügt. Die Techniken, die die Künstler angewandt haben, sind so vielfältig wie die Kreateure selbst. Auch mehrere heimische Künstler gaben sich die Ehre: Martin Resch zeigt Öl-Acryl-Werke auf Leinwand. Doris Bocka präsentiert bei der Ausstellung Esel-Bilder, die sie Feldwerk nennt. Außerdem haben Martina Karsch, Marion Kotyba und Carmen Kunert einen Bezug zur Bierstadt.