Mehr Auszubildende wünschen sich die hiesigen Gastwirte und Hoteliers. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes Lichtenfels des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands im Gasthof Wallachei deutlich. In ganz Oberfranken lernen im Moment gerade einmal 554 Personen einen gastronomischen Beruf. Vor zehn Jahren waren es noch doppelt so viele. Die Bezirksvorsitzende Andrea Luger empfahl, dass sich Betriebe um die IHK-Auszeichnung Top-Ausbildungsbetrieb bemühen sollten.
Die Entwicklungen der Übernachtungszahlen im Landkreis sind gemischt. Die Zahl der Ankünfte war zwar um 4,1 Prozent höher, allerdings gab es 1,6 Prozent weniger Übernachtungen. Eine Auslastung von 42,1 Prozent konnte man bei der Bettenbelegung verzeichnen. In einigen Städten stieg die Bettenauslastung an, so in Weismain um 3,3 Prozent, in Altenkunstadt um 1,7 Prozent und in Ebensfeld um 8,5 Prozent. Dagegen sank die Zahl der Bettenauslastung in Lichtenfels um 0,1 Prozent und in Bad Staffelstein um 3,9 Prozent. "Dabei ist anzumerken, dass Bad Staffelstein circa drei Viertel aller Übernachtungen aufweist", so Luger.
Seit 2015 gibt es in Oberfranken, was die Übernachtungszahlen angeht, positive Entwicklungen zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Übernachtungen um 2,5 Prozent, die Ankünfte um 6,1 Prozent. 35,6 Prozent der Betten waren belegt, die Gäste blieben im Schnitt 2,5 Tage. "Diese Entwicklung ist wohl unter anderem auf die gute Konjunktur und den außergewöhnlich schönen Sommer zurückzuführen", so Luger. Wie auch die letzten Jahre steuern viele Touristen besonders die Städte an und bevorzugen eher einen Kurzurlaub als einen langen Aufenthalt.
Dieses Jahr gab es wieder Wahlen. Bis auf eine Ausnahme wurde der Vorstand bestätigt. Er setzt sich wie folgt zusammen: Kreisvorsitzender Volker Gagel aus Michelau, erster Stellvertreter Georg Müller aus Reundorf, zweiter Stellvertreter Johannes Ostler aus Romansthal (neu), Schriftführerin Melanie Wolf aus Michelau und Kassierer Roland Zeis. Revisoren sind Günter Herold, Jochen Hofmann sowie Birgit Müssel-Rosenbauer. red