Bald ist es so weit: Die Neuordnung der Grundstücke in der Flur von Großbirkach soll noch in diesem Jahr erfolgen. Der Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberfranken, Anton Hepple, kam aus diesem Anlass extra nach Großbirkach und setzte den ersten von rund 700 Granitsteinen, die künftig die Grenzen zwischen den neu geformten Flurstücken markieren.
In den kommenden Monaten werden die Mitarbeiter des Amtes für Ländliche Entwicklung unter Mithilfe beteiligter Grundstückseigentümer die weiteren Absteckungs- und Vermessungsarbeiten durchführen, heißt es in der Mitteilung der Verwaltungsgemeinschaft Ebrach. Die Mitarbeiter des Amtes vermessen und schlagen Holzpflöcke dort ein, wo der Grenzstein sitzen soll. Die Mitarbeitenden Grundeigentümer graben anschließend die rund 50 Zentimeter langen Grenzsteine aus Granit genau dort in den Boden, wo der Pflock sitzt.


Fläche von 218 Hektar

Die neuen Grenzsteine müssen insgesamt auf einer Fläche von 218 Hektar gesetzt werden, um die mithilfe von Computertechnik ermittelten neuen Grenzen in die Natur zu übertragen. Dann können die Landwirte in Großbirkach ab diesem Herbst größere und zweckmäßig geformte Grundstücke bewirtschaften. Teilweise wurden Grundstücke auch erstmalig durch abgemarkte öffentliche Wege erschlossen. Diese Grundstücke konnten bisher nur durch Überfahrt von Flächen anderer Grundeigentümer erreicht werden.
In Großbirkach wurden zur verbesserten Erschließung der land- und forstwirtschaftlichen Grundstücke Flurwege mit einer Gesamtlänge von circa neun Kilometern ausgebaut. Der Ausbau der Wege erfolgte unter Berücksichtigung historischer und ökologischer Aspekte. Allein für den Wegebau belaufen sich die Investitionen auf 644 000 Euro. Davon wurden rund 561 000 Euro Zuschüsse über das Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken bereitgestellt. red