Die Tourismuszentrale Fränkische Schweiz lässt alle drei Jahre vom Wirtschaftsinstitut DWIF den Wirtschaftsfaktor Tourismus für die Fränkische Schweiz ermitteln. Der Gesamtumsatz stieg laut Pressemitteilung seit 2014 um 27 Prozent auf inzwischen 324 Millionen Euro.
Mit ihren romantischen Tallandschaften, überragt von 35 mittelalterlichen Burgen, Schlössern und Ruinen, ist die Fränkische Schweiz ein Urlaubsziel schlechthin. Aber wie viel Geld bleibt eigentlich von wem in der Region und wo wird es ausgegeben?
In Zahlen wurde dies für das Jahr 2017 nun aktuell ermittelt: So wurden in allen Unterkunftsbetrieben der Region inklusive Camping mehr als 1,6 Millionen Übernachtungen gezählt. Hinzu kamen knapp zehn Millionen Tagesgäste, die von den zahlreichen Freizeitangeboten, Ausflugs- und Einkehrmöglichkeiten angelockt wurden.
Im Durchschnitt gibt ein Tagesgast 18 Euro in der Region aus. In Summe bedeutet das 178,2 Millionen Euro Umsatz für die Region in diesem Segment. Davon bleiben 16,7 Prozent bei Dienstleistern (wie Transport, Sehenswürdigkeiten und Freizeitanbieter), 36 Prozent in der Gastronomie und 47 Prozent im Einzelhandel (wie Supermärkte, Geschäfte oder regionale Produzenten).
Beim Übernachtungsgast ist diese Aufteilung durch die zusätzliche Unterkunft anders verteilt: 66 Prozent bei Gastgewerbe und Gastronomie, 15,5 Prozent beim Dienstleister und 19 Prozent beim Einzelhandel. Und natürlich gibt der Gast pro Tag je nach Unterkunftsart unterschiedlich viel aus: der Camper oder Wohnmobilist 40 Euro im Durchschnitt, in Privatquartieren (wie Ferienwohnungen) 81 Euro am Tag und in gewerblichen Betrieben mit zehn Betten und mehr 107 Euro.
"In einem zweiten Effekt kommen die eingenommen Beträge vielen weiteren Unternehmen und Einrichtungen der Region zugute", erklärt dazu Sandra Schneider, Leiterin Tourismuszentrale: dem Bäcker und Metzger, der das Hotel beliefert, dem Handwerker, der in der Ferienwohnung renoviert, den Kommunen als Gewerbesteuer.
Als Jobmotor biete der Tourismus Menschen vieler unterschiedlicher Berufsqualifikationen und Beschäftigungsverhältnisse (von der Saisonkraft bis zur Vollzeitstelle) Einkommensmöglichkeiten. Er schaffe und sichere ortsgebundene Arbeitsplätze. In der Region sind dies statistisch gesehen 5180 Vollzeitstellen. Für Fachkräfte sei eine gut erschlossene Freizeitregion viel attraktiver und könne die Entscheidung für den neuen Arbeitgeber nachhaltig beeinflussen.
Nicht zuletzt würde die gute touristische Infrastruktur wie Freizeiteinrichtungen, Gastronomie, Wander- und Radwege die Attraktivität und Lebensqualität für alle Einwohner steigern. Ohne die zahlreichen Tages- und Übernachtungsgäste gäbe es diese Einrichtungen in der Fränkischen Schweiz oft gar nicht (mehr).
In den letzten Jahren wurde von der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz viel in das Thema Digitalisierung (Internetseiten und Online-Buchungen) sowie in ein neues Tourismuskonzept (August 2017) investiert. red