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Kronach

70 Jahre und voller Schwung

Der ATSV Kronach blickt auf seine Gründung im Jahr 1949 zurück. Am Anfang stand das Kunstturnen im Fokus.
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Georg Rüger am Reck Foto: Archiv ATSV
Georg Rüger am Reck Foto: Archiv ATSV
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Sie gründeten sich zu einer Zeit, als der Wahlspruch "Frisch, fromm, fröhlich, frei" noch sehr eng mit dem Turnen verknüpft wurde. Der Kronacher ATSV (Allgemeiner Turn- und Sportverein) feiert in Kürze sein 70-jähriges Jubiläum mit einem großen Galaabend. Zeit für die Verantwortlichen, auf die Wurzeln zurückzublicken, aus denen der Verein entstanden und gewachsen ist.

Gegründet hat sich der ATSV am 30. April 1949 in der Schultheißgaststätte in Kronach. Damit erfolgte auch die Trennung von der Turnerschaft. 30 Gründungsmitglieder fanden sich zusammen und wählten Lorenz Jakob als ihren Vorstand. Wolfgang Schiller ist demnach der zwölfte Mann in einer langen Reihe von verdienten und engagierten Vorständen. Er bekleidet dieses Amt bereits seit 2002.

Große Erfolge feierte der Verein vor allem im Kunstturnen, das anfangs sehr im Fokus stand. Auf Turnfesten reihte sich Erfolg an Erfolg, und so kamen zahlreiche Sparten nach und nach hinzu.

Neben Leistungs-, Mädchen- und Kleinkinderturnen steht vor allem auch die Fitness für jedermann heute im Vordergrund. Der ATSV bedient aber auch Sparten wie Wirbelsäulengymnastik oder Nordic Walking.

Als "die schönsten Beine des Frankenwaldes" bezeichnet der Sitzungspräsident der Kroniche Fousanaocht, Georg Löffler, sehr gerne die Prinzengarde. Sie ist ebenfalls ein "Ableger" des Traditionsvereins. Ins Leben gerufen wurde sie einst unter dem Namen "Tanzmariechen" unter der Leitung von Cilly Rüger. Als "Showtanzgruppe" ziehen die 27 Frauen im Alter zwischen 15 und 35 Jahren mit ihren schillernden Kostümen und ihren spektakulären Auftritten stets alle Blicke auf sich.

Das tänzerische Programm runden unter anderem die Rock'n'Roller ab, die sich im Jahr 1986 durch Heidi Woletz gegründet haben und immer auch auf der Suche nach Nachwuchs sind.

Starken Zulauf seit ihrer Gründung haben die Boogie-Kurse und Boogie-Abende. Sie ermöglichen den Teilnehmer einen Sprung in eine Zeit, als Petticoats und Haartollen noch "in" waren, also mitten rein in die 50er. Boogie-Abende finden zum Beispiel in Zusammenarbeit mit dem Café Kitsch statt.

Neu belebt hat der ATSV seine Ju-Jutsu-Sparte in diesem Jahr. In Zusammenarbeit mit der ASG Küps kann man ab diesem Monat diese klassische Kampfkunst wieder trainieren. Und seit September dieses Jahres wird auch Rodeln angeboten.

Am Galaabend möchten die Verantwortlichen diejenigen ehren, die zum Erfolg dieses Vereins maßgeblich beigetragen haben. Und sie möchten derer gedenken, ohne die das alles gar nicht möglich gewesen wäre. Eine lange Reihe von Namen steckt hinter den zahlreichen Verdiensten, mühevoller Arbeit und ehrenamtlichem Engagement. Die Verantwortlichen wollen zurückblicken auf die Anfänge, auf Rückschläge, aber auch auf viel Anerkennung und auf beachtliche Leistungen.

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