Das 70. Professjubiläum feiert am Freitag, 18. März, Augustinerbruder Andreas Dünninger, Senior der bayerisch-deutschen Augustinerprovinz. Dünninger wurde am 12. Februar 1920 in Mechenried (Landkreis Haßberge) geboren und auf den Namen Karl getauft. Schon mit knapp 14 Jahren kam er in das Kloster Münnerstadt, um Ordensbruder zu werden. Drei Jahre lang lernte er in der Klosterschreinerei und dann noch ein Jahr in der Gärtnerei.
Am 10. April 1937 empfing er das Ordenskleid als Bruder-Oblate und erhielt bei seiner Einkleidung den Ordensnamen Andreas. Zunächst arbeitete er im Kloster Wies bei Freising in der Landwirtschaft. Im September 1939 begann Dünninger sein Noviziat in Münnerstadt. Durch den Militärdienst und die Kriegsgefangenschaft musste er sein Noviziat unterbrechen und legte erst am 18. März 1946 seine Erstprofess ab. Im Kloster Münnerstadt arbeitete Dünninger in den folgenden neun Jahren in der Landwirtschaft. 1955 wurde er ins Kloster Fährbrück versetzt, wo er neben seiner Mitarbeit in der Landwirtschaft und im Klostergarten vor allem Hausmeisterdienste versah.
1964 wurde er als "Nothelfer" nach Fribourg/Schweiz gerufen. Dort betrieben die Augustiner ein Studentenwohnheim für junge Menschen aus der sogenannten Dritten Welt. Aus einem zunächst auf sechs Monate befristeten Einsatz wurden schließlich 18 Jahre. Es folgten wieder Jahre im Kloster Münnerstadt. Seit August 2012 lebt er in der Pflegeabteilung des Würzburger Augustinerklosters. pow