Erlangen/Forchheim — Nach der Schiffs-Havarie mit einem Schleusentor ist seit letzter Woche die Schleuse Erlangen für die Schifffahrt weiterhin gesperrt. Seitdem konnten 60 Schiffe - auch in Forchheim - ihre Fahrten nicht wie geplant fortsetzen. Darunter befinden sich auch termingebundene Frachtschiffe, z. B. Zulieferer für die Automobilindustrie, die jetzt kurzfristig umdisponieren müssen und ihre Ladung auf Lkw oder Bahn umladen müssen.

Torwechsel läuft "planmäßig"

Die Fachkräfte des Wasser- und Schifffahrtsamtes haben das verbogene Tor angehoben, verkan-tete Bauteile mit Schneidbrennern "abgeschnitten" und Gegengewichte und Ketten gelöst. Dabei gab es immer wieder Überraschungen über das Ausmaß der Verformungen, die bis in die Schleusenwände hinein zu erkennen waren.
Schließlich konnte am Montag das 13 Meter breite und 26 Tonnen schwere Tor mithilfe von Kränen ausgebaut werden. Vor Ort wurde auf die Schnelle ein Reservetor zusammengebaut. Die einzelnen Bauteile lagen größtenteils auf Lager. Der Zusammenbau der tonnenschweren Teile vor Ort wurde am Mittwoch abgeschlossen. "Angesichts der Schäden sind wir äußerst zufrieden mit dem Baufortschritt", stellt Rudolf Gruber, Bauhofsleiter für den Torwechsel, fest.
Wenn das Wetter mitspielt, kann am Donnerstagvormittag das neue Tor mit einem Schwerlastkran eingehoben werden. Bei hohen Windstärken wäre die Segelfläche des Tores allerdings zu groß. Ehrgeiziges Ziel der Spezialisten ist, dass die Schifffahrt an der Schleuse Erlangen ab Samstag, 6 Uhr, wieder geschleust wird. red