Da war gehörig Pfeffer drin! Das Kreisliga-Derby zwischen dem TSV Sonnefeld und FC Adler Weidhausen wollten nicht weniger als 550 Zuschauer sehen. Von seiner Zuschauer-Resonanz können die Landesliga- und Bezirksligavereine in der Region nur träumen.

Und die Anhänger mussten ihr Kommen nicht bereuen, obwohl nur ein Treffer fiel. Das "Goldene Tor" erzielte aber nicht, wie vielleicht von viele erwartet, der bisher überragende Kreisligaspieler der Saison, Sonnefelds Spielertrainer Patrick Schwesinger, sondern Sonnefelds Routinier Sebastian Kunick. Der zweikampfstarke Abwehrrecke traf nach knapp einer Stunde Spielzeit und sorgte damit für eine stimmungsgeladene Schlussphase.

Elf gelbe Karten im Prestigeduell

Schiedsrichter Tobias Fenkl hatte es bei diesem Nachbarschaftsderby nicht immer einfach, doch der erfahrene Referee aus Hafenpreppach brachte das Prestigeduell mit insgesamt elf gelben Karten schließlich über die Runden. Die Sonnefelder wehrten damit den Angriff der "Adler" ab, die jetzt mit sechs Punkten Rückstand auf Platz 4 der Tabelle stehen.Bei einem Sieg hätten sie schließlich mit dem großen Meisterschaftsfavoriten gleichziehen können.

Der VfB Einberg mit seinem ehrgeizigen Trainer Ertan Sener lässt aber nicht locker, denn im zweiten Spitzenspiel des Sonntags - das Führungsquartett war also unter sich - triumphierten die "Rothosen" mit 2:1 gegen den TSV Staffelstein. Mitentscheidend für den Dreier der Einberger war die Reaktion nach dem 0:1 (27.). Denn keine zwei Minuten später glich Skiba aus, ehe Weyhersmüller nur sieben weitere Minuten später mit einem sicher verwandelten Foulelfmeter seine Farben in Front schoss. Beim 2:1 blieb es vor 200 Zuschauer, die nach der Pause eine clever verteidigende Platzherren-Elf sah. Einberg ist jetzt Zweiter, hat nur einenPunkt weniger als Sonnefeld, während sich die ambitionierten Staffelsteiner auf Platz 3 einreihen müssen.

Elf gelbe Karten, so wie im Schlager in Sonnefeld, gab es auch ein paar Kilometer weiter beim TSV Gestungshausen. Dazu kam noch eine rote Karte für den Pfarrweisacher Pecht. Das "bunte Treiben" stand lange Zeit auf Messers Schneide, ehe Youngster Fridolin Engel die Platzherren in der Schlussminute mit seinem Tor zum 2:0-Endstand erlöste. Der Aufsteiger steht damit nach zehn Spieltagen auf dem starken 5. Tabellenplatz und hat nach einem Drittel der Saison beste Voraussetzungen geschaffen, um den angestrebten Klassenerhalt zu schaffen.

Heldritt und Niederfüllbach zittern

Um den müssen dagegen zwei etablierte Kreisligisten nach ihren erneuten heimniederladen überraschend zitterten, denn mit dem TSV Heldritt (0:2 gegen TV Ebern) und der TSG Niederfüllbach (1:2 gegen SV Großgarnstadt vor 300 Zuschauern) zieren zwei Vereine das Tabellenende der höchsten Liga des Kreises, die dort zu Saisonbeginn wohl kaum jemand erwartet hatte. oph

Die Statistiken

TSV Heldritt -TV Ebern 0:2 (0:1)

Tore: 0:1 Scharting (4.), 0:2 Kraft (66.) /

Zuschauer: 50 / SR: Josef Brüger (Hochheim)

TSV Sonnefeld -

FC Adler Weidhausen 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Kunick (58.) / Zuschauer: 550 / SR: Tobias Fenkl (SV Hafenpreppach).

TSV Scherneck - FC Coburg II 1:1

Tore: 0:1 Schwarz (62.), 1:1 Sosniok (65.) / Zuschauer: 250 / SR: Maximilian Scheumann (SpVgg Isling).

(SG) Mönchröden II/Rödental -

TSV Grub am Forst 3:1 (1:1)

Tore: 1:0 Kreuz (13.), 1:1 Hümmer (44.), 2:1 Kreuz (78.), 3:1 Til McCullough (83.) / Zuschauer: 85 / SR: Tobias Leicht (SV Siedlung Lichtenfels).

VfB Einberg -

TSV Staffelstein 2:1 (2:1)

Tore: 0:1 Schlosser (27.), 1:1 Skiba K. (29.), 2:1 Weyhersmüller (36./Foulelfmeter) / Zuschauer: 200 / Schiedsrichter: Ali Ekber Duman (TSV Weißenbrunn).

TSV Gestungshausen -

TSV Pfarrweisach 2:0 (0:0)

Tore: 1:0 Amasyali (72.), 2:0 Engel F. (90.) / Rote Karte: - / Pecht L. (90.+2) / Zuschauer: 130 / SR: Nico Nitsche (SV Neuses 05)

TSG Niederfüllbach -

SV Großgarnstadt 1:2 (0:1)

Tore: 0:1 Knoch (23.), 0:2 Knoch (71./Foulelfmeter), 1:2 Schramm M. (74.) / Zuschauer: 300 / SR: Alexa Müller (FC Michelau).

SV Bosporus Coburg -

SV Türkgücü Neustadt 2:0

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