Zufrieden sind die Mitglieder des Kreisvereins Coburg der bayerischen Rassekaninchenzüchter. Bei der turnusmäßigen Herbstversammlung wurden keinerlei Probleme laut. So war es nicht verwunderlich, dass Kreisvorsitzender Peter Hänel in seinen Ausführungen nur wenige Punkte aus den eigenen Reihen ansprach, sondern in der gut besuchten Versammlung über zentrale Punkte informierte, die im Rahmen der diesjährigen Bundestagung des Zentralverbandes Deutscher Rassekaninchenzüchter (ZDRK) in Monschau (Nordrhein-Westfalen) angesprochen wurden. Derzeit kann der ZDRK auf 1086 Preisrichter zählen. "Es wird dringend nach Nachwuchs gesucht", erklärte Peter Hänel.
Hänel brachte den Mitgliedern viel Statistik mit. Bundesweit seien insgesamt 523 160 Kaninchen ausgestellt worden. Leise Kritik übte Peter Hänel an dem Interesse der Vereine an der Kreisjungtierschau, bei der entgegen einiger Behauptungen 35 Tiere mehr als im Vorjahr präsentiert wurden.


Neuzüchtungen zugelassen

Zuchtwart Christoph Sachs teilte den versammelten Züchtern mit, welche Neuzüchtungen welcher Rassen für Schauen zugelassen wurden: Zwergwidder satin elfenbein-blauauge, Zwergkanichen satin-blauauge, Kleinrexe dalmatiner dreifarbig und Kleinrexe königsmantel gescheckt schwarz-gelb. Ab Herbst sind des Weiteren anerkannt: Genter Bartkaninchen und Zwergsatin thüringerfarbig.
In einem ausführlichen Referat nahm er sich der Rassemerkmale der rheinischen Schecken an und ging besonders auf die Bewertungsrichtlinien ein.


Zeltlager ging im Wasser unter

Nicht gut hat es das Wetter mit dem Züchternachwuchs beim alljährlichen Zeltlager gemeint. Kreisjugendleiterin Christine Hänel erzählte, dass man kurzerhand in die Gerold-Strobel-Halle umziehen musste. Hänel: "So fand ein Zeltlager ohne Zelte statt." Leider, so die Kreisjugendleiterin, seien der RHD2-Virus und die damit verbundene Impfproblematik bei der Landesjungtierschau daran schuld gewesen, dass die Zahl der jungen Aussteller eher gering ausfiel. Glückwünsche sprach Hänel Eileen Schubert und Janina Schüll aus, die mit ihren Deutschen Kleinwidder jeweils einen Bezirksverbandsehrenpreis errangen. Erfreulich war für Christine Hänel, dass bei der Kreisjungtierschau in Großwalbur ein Drittel der ausgestellten Tiere aus den Reihen der Jugend kam. Beim Vereinswettbewerb hatte der Nachwuchs aus Weitramsdorf die Nase vorn und belegte den ersten Platz vor Meeder und Sonnefeld. In der Kategorie der besten acht Tiere eines Jungzüchters belegte Alina Zindl (Weitramsdorf) den ersten Platz, gefolgt von der Zuchtgemeinschaft Guse (Sonnefeld), der Zuchtgemeinschaft Schinzel (Weitramsdorf) und Max Reißenweber (Weitramsdorf).
Bei der Bayernschau in Straubing im Dezember dieses Jahres werden auch Jungzüchter aus dem Coburger Kreisverein teilnehmen, ließ die Christine Hänel die Mitglieder abschließend wissen. mr