50 Jahre Panzeraufklärer in Ebern feierte die Kameradschaft des früheren Panzeraufklärungsbataillons 12 in Ebern. Mittlerweile gibt es die Truppe und den Standort der Bundeswehr in der Stadt im östlichen Landkreis Haßberge nicht mehr. Aber die Erinnerung an diese Ära wird mit verschiedenen Veranstaltungen wachgehalten, wie jetzt wieder.

Nach der Gründung des Panzeraufklärungsbataillons 12 im Jahr 1966 fand die endgültige Aufstellung des Bataillons vor 50 Jahren statt, genau am 1. Oktober 1970 mit der feierlichen Übergabe der Truppenfahne auf dem Antreteplatz der Rhönkaserne in Wildflecken. Nur wenige Wochen später wurden erste Soldaten des Bataillons in die Eberner Balthasar-Neumann-Kaserne verlegt, dem neuen Garnisonsstandort der Truppe.

Dieses historische Ereignis hat die Kameradschaft des Panzeraufklärungsbataillons 12 mit einem Kameradschaftstreffen gewürdigt. Die Mitglieder trafen sich zu ihrer Mitgliederversammlung mit Neuwahl und einem Empfang in der ehemaligen Kaserne.

30 Mitglieder (Delegierte) empfing der Vorsitzende Wolfgang Hagedorn im Landhotel "Stadl", das früher ein Kompaniegebäude war. Die neue Führungsmannschaft bilden Vorsitzender Wolfgang Hagedorn, der stellvertretende Vorsitzende Reinhold Klein, Schatzmeister Oliver Hübel und Schriftführer Michael Thomas. Beisitzer sind Wilhelm Kleinlein, Johann Salb, Günter Lenhart sowie die Ehrenvorsitzenden Achim Aschmoneit und Harry Bohl. Die Kasse prüfen Alfons Appel und Franz Vogt.

Im Anschluss an die Neuwahlen wurden die Vorhaben 2020 besprochen und ein Ausblick auf 2021 gegeben. Mit aktuell 145 Mitgliedern steht die Mannschaft gut da, hieß es. "Sie will weiterhin die Kameradschaft am Leben erhalten und neue Mitglieder gewinnen", sagte der Vorsitzende. Das Garnisonsmuseum findet guten Anklang in der Bevölkerung. "Es kommen immer wieder Anfragen, auch von Jüngeren und vielfach von Gruppen, die das Museum besichtigen wollen."

Nach der Versammlung gab es einen Empfang zum Jubiläum. Hagedorn blickte zurück auf 50 Jahre Panzeraufklärer in Ebern.

Oberstleutnant Matthias Weber, der Kommandeur des Aufklärungsbataillons 13 aus Gotha, hatte als Überraschung die Truppenfahne des ehemaligen Panzeraufklärungsbataillons 12 im Gepäck, die er symbolisch an Wolfgang Hagedorn überreichte. Weber präsentierte einen Spähpanzer Fennek mit Besatzung, der später besichtigt werden konnte. Ebenso bestand die Möglichkeit zu einem Besuch des Garnisonsmuseums. pv