Ein wichtiges und sehr erfreuliches Projektergebnis zuerst: Es gibt viele "Rosis" im FFH-Gebiet "ehem. Standortübungsplatz Ebern", sehr viel mehr als erwartet. An 20 Essigrosenbeständen wurden in diesem Sommer insgesamt mindestens 471 Exemplare der winzigen Essigrosen-Dickfühlerweichwanze (Spitzname "Rosi") nachgewiesen. Nur acht Standorte waren vor Projektstart im Februar vor den Zählungen zweier Bachelorstudenten der Universität Würzburg bekannt.

Das Verbundprojekt des Instituts für Biodiversitätsinformation e.V. und des Lehrstuhls für Tierökologie und Tropenbiologie der Universität Würzburg - ein Projekt im Bundesprogramm biologische Vielfalt - hätte nach eigenen Angaben - keinen besseren Start haben können. Nach acht Projektmonaten kamen kürzlich zum ersten Mal alle am Projekt Beteiligten zusammen, um erste Ergebnisse vorzustellen.

Auf sechs Jahre angelegt

"Rosi" steht im Mittelpunkt des auf sechs Jahre angelegten Projekts, das den vollständigen Titel "Art- und Lebensraumerhaltung: Säume - Vielfalt rund um die Essigrosen-Dickfühlerweichwanze (Excentricus planicornis)" trägt. Gefördert wird es durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Ziel ist es, die Lebensraumanforderungen dieser Wanzenart zu untersuchen. red