"Ein Leben ohne Freude ist wie eine lange Reise ohne Gasthaus", zitierte Gewerkschaftssekretär Sascha Spörl den griechischen Philosophen Demokrit bei der Jubilarehrung der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie. Unter diesem Aspekt solle heute das große Mühlrad angehalten werden, um sich Zeit zu nehmen für ein paar schöne Stunden in einem feierlichen Rahmen. Zweifellos zähle die Jubilarehrung langjähriger Weggefährten dazu. Eine Organisation wie die Industriegewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie könne stolz auf ihre Mitglieder sein, die sich engagiert einbrächten und zum Wohl der Arbeitnehmer immer wieder ihre Interessen und Ideen verteidigten.

"Element der Mitbestimmung"

Die 43 Jubilare dieses Abends könnten stolz auf 1415 Jahre Mitgliedschaft zurückblicken. "Eine Zahl, die zeigt, wie verankert und verwurzelt die Gewerkschaftsarbeit in der Region ist", betonte der Gewerkschaftssekretär. Neben diesen Jubilaren könne heuer auch der Gewerkschaftsbezirk Mittelfranken ein Jubiläum feiern: Er bestehe seit zehn Jahren. Spörl lobte die langjährige Treue der Geehrten zur Gewerkschaftsbewegung. Sie seien als Mitglieder einer politischen Organisation ein prägendes Element der Mitbestimmung. "Nichts ist beständiger als der Wandel", zitierte Spörl mit Heraklit einen weiteren griechischen Philosophen. An diesem Wandel seien die Jubilare permanent beteiligt. Wandel bedeute aber auch Veränderung. Dieser Wandel müsse in den nächsten Jahren mitgestaltet werden, ohne die Wertvorstellungen aufzugeben. Weiterhin wichtig sei die Tarifpolitik. Der Fokus richte sich aber ebenfalls auf den Einstieg ins Berufsleben und die Arbeitsplatzsicherung. Weitere Themen seien die Arbeitszeitflexibilisierung, variable Rentenübergänge sowie Altersvorsorge und Demografie. Er sei der Überzeugung, sagte Spörl, dass diese Herausforderungen gemeistert werden.

Die langjährigen Mitglieder wurden dann mit Ehrennadel, Ehrenurkunde und einem Präsent ausgezeichnet. red