von unserem Mitarbeiter Andreas Welz

Kreis Lichtenfels — Auf Antrag der Stadt Lichtenfels wurde der Geltungsbereich des Landschaftsschutzgebiets Köstner Gründla geändert, gab Landrat Christian Meißner (CSU) in der Sitzung des Umweltausschusses des Kreistags am Montag bekannt. Es wurde eine Teilfläche von 4000 Quadratmetern aus dem Schutzgebiet herausgenommen, damit eine Baulücke an der Schloß-Banz-Straße in Kösten geschlossen werden kann.
Als Ersatz wurde das Grundstück der Gemarkung Kösten gefunden. Die Stadt Lichtenfels ist Eigentümerin dieses Grundstückes mit einer Gesamtfläche von 7,2 Hektar. Im Landschaftsschutzgebiet Köstner Gründla befinden sich bereits 6,4 Hektar dieser Fläche. Die restliche Teilfläche von rund 8000 Quadratmetern ist nur durch einen untergeordneten Feld- und Waldweg abgeteilt und soll in das Schutzgebiet aufgenommen werden.

Müllabfuhr wird teurer

Für die Müllgebühren müssen die Landkreisbürger demnächst tiefer in die Tasche greifen, da die Verbandsumlage beim Zweckverband Abfallwirtschaft in Nordwest Oberfranken (ZAW) ab 1. März von 105 auf 133 Euro pro Tonne erhöht wurde. Daher führe die Verwaltung eine Neukalkulation der Abfallgebühren für den Zeitraum 2016 bis 2018 durch, sagte Meißner.
Kritisch äußerte sich der Landrat über den Zweckverband: "Es wurde zu wenig nachgedacht, wohin man will", sagte er. Das Müllheizkraftwerk in Coburg komme in die Jahre und sei damals viel zu groß dimensioniert worden. Es müsse auch über einen kleineren Neubau nachgedacht werden. Meißner machte deutlich, dass sich durch das Umweltverhalten der Menschen und durch gesetzliche Auflagen die Müllmengen verringert hätten. Er plädierte für eine moderate Anhebung der Müllgebühren. "Es geht um den Geldbeutel der Bürger, nicht um den Kreishaushalt", stellte Meißner fest. Derzeit prüfe das Landratsamt, ob anstelle der gelben Säcke auch im Landkreis Lichtenfels eine gelbe Tonne eingeführt werde, erläuterten Abteilungsleiter Anton Fleischmann und Müllberater Wolfgang Schneider.
Die Sacksammlung nach dem aktuellen dualen System sei bis 2016 ausgeschrieben. Einer möglichen Änderung der Vereinbarung zwischen Dualen System und dem Landkreis Lichtenfels müssten alle Beteiligten zustimmen. "Der Grüne Punkt - Duales System Deutschland GmbH" teilte mit, dass eine Änderung wegen der damit verbundene Mehrkosten nicht möglich sei, erläuterte Fleischmann. Auch der Systemumstellung ab 2017 könne nicht in Aussicht gestellt werden. Seit Februar liege ein Arbeitsentwurf Wertstoffgesetz vor, der im Kabinett bis Ende 2015 beschlossen werden könnte. Aus dem geplanten Wertstoffgesetz gehe hervor, dass die bisherige gelbe Tonne zu einer einheitlichen Wertstofftonne weiterentwickelt werde. Der Ausschuss folgte dem Vorschlag der Verwaltung, eine Entscheidung erst bis zur möglichen Einführung einer gelben Tonne aufzuschieben. Man pflichtete Günter Knorr (CSU) bei, den gelben Sack auch weiterhin beizubehalten.
Kreisrat Michael Bienlein (CSU) hatte einen Antrag auf Verwertung des Straßenbegleitgrüns gestellt. Das Gras in Biogasanlagen zu verwerten, sei nicht zulässig, gab Kreisbauhofleiter Heiko Tremel bekannt. Das Absaugen der Bankette und Grünstreifen komme aus Kostengründen nicht infrage, da der Landkreis nicht über geeignete Maschinen verfüge. Die Kosten für eine Mähkombination zum Absaugen des Grüns beliefen sich auf 200 000 Euro. Derzeit bliebe nur eine kostenpflichtige Anlieferung von Grüngut an die Kompostieranlage der Firma Panzer und Kraus in Lichtenfels.