Die Forchheimer Soroptimistinnen spenden 4000 Euro für ergänzende Lernförderung für Flüchtlingskinder.

Gemeinsam lernen, sich auf Augenhöhe begegnen und offen miteinander umgehen: Wenn Kinder mit Fluchterfahrung in Regelklassen kommen, ist das nicht nur für sie, sondern auch für ihre Mitschüler und die Lehrer keine einfache Situation. Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede und auch die Angst vor dem Fremden gilt es auf beiden Seiten zu meistern. "Ohne eine zusätzliche Förderung ist eine gelingende Integration der Flüchtlingskinder immens schwierig", weiß Diana Könitzer, Flüchtlings- und Integrationsberaterin bei der Diakonie Bamberg-Forchheim, "zumal viele der geflüchteten Kinder für uns ganz selbstverständliche Dinge erst lernen müssen: Wie packe ich meinen Schulranzen? Was sind Hausaufgaben? Was ist ein Referat?"

Umso mehr freut es sie, dass es mittlerweile seit 2016 an der Ebermannstadter Grundschule und seit 2017 in Egloffstein eine solche Förderung gibt. Nicht nur für die Flüchtlingskinder, sondern auch für die Klassen, die die Flüchtlinge besuchen, sei dieses Konzept ein Gewinn: "Die Schüler können dem Unterricht besser folgen, verstehen die Sprache besser, was natürlich auch ein Plus für den Klassenverband ist", erklärt Diana Könitzer. Die Finanzierung dieses Angebots sei allerdings kein leichtes Unterfangen. Eine Anschubfinanzierung gab es über die Aktion "Wir schaffen Herberge" der evangelisch-lutherischen Landeskirche Bayern. Finanziell und ideell unterstützt auch das Flüchtlings-Netzwerk das Projekt von Anfang an, und auch weitere Spender ermöglichten die Weiterführung. Jetzt überbrachten Bärbl Flessa, Susanne Heydenreich und Monika Vieth vom Soroptimisten-Club Forchheim-Kaiserpfalz eine Spende von 4000 Euro, in der auch ein Zuschuss von Soroptimist International Deutschland steckt.

"Damit ist das Projekt an beiden Standorten für dieses Schuljahr gesichert", freute sich Diana Könitzer bei der Scheckübergabe in Ebermannstadt, bei der auch die Ebermannstadter Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) und der Egloffsteiner Bürgermeister Stefan Förtsch (CSU) dabei waren.

Den beiden liegt das Projekt sehr am Herzen, erleben sie doch in ihren Gemeinden, wie wichtig eine gelingende Integrationsarbeit für ein gutes Miteinander aller ist. "Die gezielte Förderung der Kinder ermöglicht ihnen ein gutes Ankommen bei uns", so Bürgermeisterin Christiane Meyer. "Und die Rückmeldungen aus der Schule bestätigen den Erfolg des Projektes", bestätigte Bürgermeister Stefan Förtsch.

Die Spende fließt in die Personalkosten und in den Erwerb für pädagogisches Material. red