Andreas Hofbauer

"Alles ist im Fluss", betonte Franz Josef Kraus, der Vorsitzende des Musik und Gesangvereins Ebermannstadt, der die Gäste zum Jubiläumskonzert von Mixed Generation", dem 40-köpfigen "gemischten Chor" des ältesten Kulturvereins der Stadt in der Stadthalle begrüßte.
Eingestimmt wurden die Gäste mit einer Diashow aus dem Vereinsleben der vergangenen 20 Jahre. So lange bewegt "Mixed Generation" die Musikfreunde aus Ebermannstadt und Umgebung.


Bunter, frischer Liederstrauß

Wie frisch, jung, frech, vielfältig und mitreißend Chorgesang sein kann, bewiesen die 40 Sängerinnen von Mixed Generation mit einem Programm, das von südamerikanischen Traditionals bis Schlager, von Musical bis volkstümlichen Klängen reichte.
"Solange man Träume noch leben kann", hatte Franz Josef Kraus in seiner Anmoderation erklärt und gefolgert, dass Träume es möglich machen, daran zu glauben, dass es noch viele solcher Jubiläumskonzerte geben möge und noch viel von "Mixed Generation" zu hören sein werde.
Packend und bewegend begann das musikalische Programm mit dem Indie-Song "Some nights", dem die Organisatoren das lyrische "somewhere over the rainbow", das jüngst in den Charts eine Renaissance erlebte, gegenüberstellten. Dazu passende Bilder auf der Leinwand rundeten das Musik-Erlebnis ab. Ein erster Höhepunkt wurde das "Vater unser", das Marcelline und Josephine in ihrer Heimatsprache Suaheli interpretierten. Unterstützt wurden sie bei "Baqba Yetu" von den Solistinnen Isabel Bernreuther, Silkle Distler und Claudia Pförtsch.
Genauso fesseln konnte Mixed Generation sein Publikum mit "Evening Rise", einem Song der amerikanischen Indianer. Das Fingerschnalzen, das Tropfen imitierte und das Klatschen in die Hände und auf die Oberschenkel wodurch der Monsun imitiert wurde, hätte zusammen mit den Vogelstimmen aber genauso einen erwachenden Morgen im Wiesenttal verkörpern können. Der Monsun wurde zum Plätschern eines Bächleins. Die Konzertbesucher mussten nur die Augen schließen und genießen. So wie den "griechischen Wein", den Udo Jürgens einst besungen hatte, dem Kerstin Reichold bei der Moderation durchaus einen gesellschaftskritischen Aspekt abgewinnen konnte.Dunja Schütz verwies zu Beginn der zweiten Hälfte auf den "ewigen Kreis", das Motto des Jubiläumskonzertes. Vertont wurde dieser "Circle of life" in dem Musical "König der Löwen". Diesem Song, der durch Fotos aus dem Musical unterstrichen wurde, folgte ein Stück aus "Tabaluga". Der Titel "Nessaja" ist den Zuhörern aber viel deutlicher im Ohr durch die Zeilen: "Irgendwo, tief in mir, bin ich ein Kind geblieben." Elli Pöhlmann schlug den Bogen zur volkstümlichen, aber lyrisch besinnlichen Musik des Österreichers "Hubert von Goisern". Von ihm brachte Mixed Generation den Titel "weit weit weg" zu Gehör, ehe die Sänger ihr Publikum mit "L.O.V.E." von Bert Kämpfert zurück in die 60-er Jahre nahmen. Als Zugabe interpretierten die Sänger/innen von der Gruppe Queen: "The show must go on." Sie versicherten den Konzertbesuchern aber auch mit Carole King oder Lady Gaga: "You' ve got a friend." Das fand auch ein Zuhörer, der sichtlich bewegt forderte: "Solche Ereignisse wie dieses Konzert braucht Ebermannstadt mehr - das bringt die Menschen wieder zusammen."