Knapp 400 Zuschauer verfolgten am Samstagabend den ersten offiziellen Auftritt des HSC 2000 Coburg in der HUK-Coburg Arena. Nach einem nicht öffentlichen Trainingsspiel am Donnerstagabend gegen den Zweitligisten ThSV Eisenach an gleicher Stelle (33:36), trafen die beiden Zweitligisten erneut aufeinander. Und wieder behielten die Thüringen die Oberhand. Dieses Mal sehr knapp. Mit 30:31 (11:14) unterlagen die Gastgeber nämlich nach einem spanenden und jederzeit fairen Test. Für HSC-Trainer Alois Mraz waren es nach eigenen Angaben zwei aufschlussreiche Testspiele: "Wir sind jetzt gerade einmal eine Woche im Prozess. Wir haben aber schon gegen einen sehr guten Gegner gesehen, was wir nachstellen und verbessern müssen. Das machen wir im Trainingslager".

HSC Coburg -

ThSV Eisenach 30:31 (11:14)

Nach dem HSC-Spielmacher Tobias Varvne nicht mehr spielen konnte, weil er angeschlagen war, verlor der HSC Coburg völlig den Faden. Denn bis dahin hatten die ganz in Schwarz gekleideten Coburger alles im Griff und führten verdient. "Das hat uns unseren Vorsprung gekostet und wir gingen plötzlich mit minus drei in die Kabine", ärgerte sich Mraz nach dem Spiel.

Auch den Start in die zweite Halbzeit hatte sich der Tscheche anders vorgestellt, denn die Coburger fanden keine Bindung mehr zu den gegnerische Werfern und schlossen am gegnerischen Kreis zu unkonzentriert ab. Vieles deutete in dieser Phase auf eine klare Niederlage der Coburge hin. "Doch dann haben die Jungs gekämpft und Moral bis zum Schluss bewiesen. Das war schon gut, auch wenn wir unglücklich mit einem Tor verloren haben", freute sich Mraz. Das entscheidende Gegentor kassierte Neuzugang Jan Jochens im HSC-Kasten vier Sekunden vor der Schluss-Sirene.

Jan Gorr lobt die Moral

Geschäftsführer Jan Gorr lobte nicht nur den gegnerischen Torwart Jepsen, der während der HSC-Schwächephase in der ersten Halbzeit 13 Minuten lang kein Tor zuließ, sondern vor allem auch die tolle Moral der eigenen Mannschaft: "Es war ein rassiges, abwechslungsreiches Spiel für die Zuschauer. Unser Team hatte einen tollen Start, hat Eisenach dann aber wieder selbst zurückgeholt ins Spiel. Für mich war die Schlüsselaktion, dass wir 13 Minuten lang an Jepsen gescheitert sind und selbst kein einziges Tor geworfen haben. Doch die Jungs haben sich nach einem klaren Rückstand zurückgekämpft und kamen nach einem tollen Steal von Florian Billek auch noch zum Ausgleich. Dann hätte das Spiel auch noch anders herum ausgehen können."

Appetit auf mehr

Auf jeden Fall hat das Benefizspiel nach den Worten Gorrs Appetit auf mehr gemacht und sei noch dazu eine gute Sache für einen guten Zweck gewesen. "Endlich wieder Handball hier oben auf der Lauterer Höhe", so Gorr abschließend. oph/ibi