Die unabhängige Bürgernahe Liste (BNL) Stegaurach beging ihr 35. Vereinsjubiläum. Die Festrede zur Bedeutung der freien, unabhängigen Listen hielt der stellvertretende Landrat und Bürgermeister der Gemeinde Bischberg, Johann Pfister. In freien Listen zählten ausschließlich die Personen und der direkte Kontakt zu den Bürgern der Gemeinde, betonte Pfister. Diese Listen hätten den Vorteil, dass sie keine Vorgaben von oben, von einer Partei bekämen. Deshalb könnten sie sich ganz auf die Anliegen der Bürger konzentrieren und ihre eigenen Ideen verwirklichen. Der Nachteil sei, dass sie keine finanzielle Förderung von einer Partei oder vom Staat erhalten.

Den festlichen Rahmen förderten auch die Anwesenheit des Bürgermeisters der Gemeinde Stegaurach Thilo Wagner, des Zweiten Bürgermeisters und Kreisrates Bernd Fricke sowie des Dritten Bürgermeisters Werner Wassmann. Für die musikalische Umrahmung sorgten die beiden Musikerinnen Gabi Sohmer und Verena Scheer aus der Gemeinde.

Listenmitglied und Gemeinderat Heinrich Schubert trug wichtige Ereignisse aus den 35 Jahren BNL in Stegaurach vor.

Vorsitzendem Dieter Heberlein aus dem Ortsteil Höfen war es wichtig, die noch lebenden Gründungsmitglieder von 1984 zu ehren: Werner Liebisch, Stegaurach; Volker Gerhartz Mühlendorf; Johann Seidler Waizendorf; Gottfried Schubert, Debring; Max Wagner, Stegaurach; Johannes Wicht, Waizendorf; Albert Fendrich, Debring; und Dieter Heberlein aus Höfen.

Johannes Wicht aus Waizendorf wurde für 30 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im Stadtjugendring Bamberg und im Jugendhilfeausschuss der Stadt Bamberg geehrt.

Der Ehrenvorsitzende Werner Liebisch bekam für 25 Jahre Tätigkeit als Vorsitzender und anschließend als Kassier der BNL ein Weinpräsent von Dieter Heberlein überreicht.

Nach der Ehrung stellte der Zweite Vorsitzende der BNL, Wolfgang Krapp aus Unteraurach, die Ziele der BNL für die nächsten Jahre vor.

Die BNL wolle nach dem Bau des Kinderhauses als zweiten Schritt, um die Kinder gut auf das Leben vorzubereiten, in der Ganztagsschule ein altersgerechtes Essen in der Mittagspause anbieten. Falls weitere Kindergärtenplätze benötigt werden, dann sollten sie nicht mehr im Hauptort konzentriert, sondern in den östlichen Ortsteilen, Unteraurach, Waizendorf oder Höfen, errichtet werden. Gemeindeeigene Bauplätze dürfen künftig nur noch an Bürger im Gemeindegebiet und nach sozialen Kriterien veräußert werden. Der schnelle Ausbau des Glasfasernetzes werde auch in den Ortsteilen bis in die Häuser gefordert. red