Eine dreiste Tat erlaubte sich am vergangenen Freitagabend ein Student in einem Zug bei Bad Staffelstein: Er entwendete von einer Zugbegleiterin das Diensthandy. Der Mann wollte vergeblich mit einem "Tauschgeschäft" die Ausstellung einer Fahrpreisnacherhebung verhindern. Nun muss er sich wegen Leistungserschleichung, Nötigung und Diebstahls verantworten.

Studentenausweis reichte nicht

Gegen 22.30 Uhr war der 34-jährige Deutsche mit seiner weiblichen Begleitung vom Hauptbahnhof Bamberg aus mit einem Zug in Richtung Lichtenfels gefahren. Kurz vor dem Halt in Bad Staffelstein händigte er der Zugbegleiterin seinen Studentenausweis als Fahrausweis aus.

Dass er mit diesem Ausweis nur kostenfrei bis nach Zapfendorf fahren konnte, war ihm nicht bewusst.

In Jackentasche gegriffen

Als die Zugbegleiterin die Fahrpreisnacherhebung ausstellen wollte, versuchte der verärgerte und alkoholisierte Mann zunächst, das mobile Terminal zu entwenden. Als ihm dies nicht gelang, entwendete er das Diensthandy aus ihrer Jackentasche.

"Handy gegen Ausweis"

Nun drängte er auf einen Tausch: Handy gegen Studentenausweis. Da dies nicht funktionierte, verließ er gemeinsam mit seiner Freundin und dem Handy die Regionalbahn in Bad Staffelstein.

Die Tat gestanden

Durch den zurückgelassenen Studentenausweis konnte eine Streife der Bundespolizei die Wohnanschrift des 34-Jährigen ermitteln. Dort übergab der vermeintliche Täter schließlich den Beamten das Handy und gestand die Tat. pol