Die Kinderhilfe Nepal hat ihr 30. Jubiläum gefeiert. Die Hilfsorganisation für nepalesische Schulkinder wurde 1986 von Edda Wolf aus Litzendorf gegründet und nach ihrem Tod in ihrem Sinn weitergeführt. Die Jahreshauptversammlung, geleitet von der Ersten Vorsitzenden Heike Kunze, fand in Trabelsdorf statt. Zur Feier waren aus Nepal Professor Hari Shrestha, Vorsitzender der Partnerorganisation Samrachana Nepal in Kathmandu, und der Trekking-Unternehmer Pasang Sherpa angereist. Beide unterstützen die Arbeit der Kinderhilfe vor Ort, Hari Shrestha im Kathmandu-Tal, Pasang Sherpa im Himalaya-Gebiet.
Shrestha berichtete in einer Bildpräsentation über die Anfänge der Kinderhilfe bis heute. Angefangen hatte alles 1986 mit der Förderung eines Kindes. Inzwischen unterstützt die Kinderhilfe mehr als 300 Schüler. Pasang Sherpa informierte über den Wiederaufbau und die Einweihung der Thangka-Painting Malschule im Himalaya-Dorf Lukla, die durch das Erdbeben 2015 erheblich beschädigt worden war. Monika Lucht aus Warendorf gab einen Überblick über die Sponsorenreise im März 2016. Glanzpunkt der Reise war ein Ausflug von 15 Schülern der Kinderhilfe in die Städte Tanzen und Pokhara. Dank großzügiger Spenden ist die Kinderhilfe in der Lage, umfangreiche finanzielle Hilfe für drei von Erdbeben völlig zerstörte Schulen in Namjung, Bhumesthan und Lukla zu leisten. Der Wiederaufbau der Thangka-Painting-Schule wurde mit 45 000 Euro finanziert. Die Unterstützung der in einer besonders armen Gegend gelegenen Phaidokha-Primary- Schule gehört ebenfalls zu den Projekten der Kinderhilfe.
Der Festakt am Nachmittag fand in der festlich geschmückten Halle von Schloss Trabelsdorf statt. Kami Sherpa, ein ehemaliger Schüler der Kinderhilfe, bedankte sich für die jahrelange Unterstützung der Kinderhilfe. Im Alter von zwölf Jahren hatte Kami von der Kinderhilfe sein erstes Paar Schuhe und eine Schulausbildung erhalten. Es war der Start in eine erfolgreiche
berufliche Zukunft. Als Festredner war Axel Michaels, Nepalkenner und Ordinarius für klassische Indologie der Universität Heidelberg, eingeladen. red