Bad Staffelstein — Kurz nach 5.30 Uhr fuhr der 21-Jährige mit seinem Opel Astra von Frauendorf in Richtung Bad Staffelstein. In einer leichten Rechtskurve kam er mit seinem Wagen plötzlich auf die Gegenfahrbahn und stieß dort frontal mit einem Skoda Fabia zusammen. Die Frau am Steuer, eine 30-Jährige aus dem Landkreis Kronach, war gerade auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstelle. Sie erlitt lebensgefährliche Verletzungen.
Helfer der umliegenden Feuerwehren mussten die Frau aus ihrem Fahrzeug herausschneiden. Im Anschluss wurde sie mit schweren Kopf- und inneren Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum Bamberg gebracht.
Der junge Mann wurde mit Verdacht auf innere Verletzungen ins Klinikum Lichtenfels gebracht. Bei ihm wurde außerdem eine Blutentnahme durchgeführt und sein Führerschein sichergestellt. Am Unfallort hatte ein Alkotest bei ihm nämlich eine Alkoholisierung von 0,60 Promille ergeben. Er hatte gegenüber der Polizei angegeben, am Steuer kurz eingeschlafen zu sein.
Die Staatsanwaltschaft Coburg rief einen Kfz-Sachverständigen an die Unfallstelle. An den beiden Fahrzeugen entstand ein Schaden, der zunächst auf insgesamt 18 000 Euro geschätzt wurde. Die Wracks wurden zur Begutachtung sichergestellt und von einem Abschleppdienst geborgen. Die Staatsstraße war wegen des Unfalls bis nach 9 Uhr für den Verkehr gesperrt.
Am Sonntag bezeichneten die behandelnden Ärzte den Zustand der schwer verletzten Frau als stabil, aber kritisch. Akute Lebensgefahr bestand zumindest nicht mehr.
An die Unfallstelle war der Intensivhubschrauber aus Nürnberg beordert worden, der den Transport der Frau übernahm. Wie von der Integrierten Leitstelle zu erfahren war, lag dies in der Unfallzeit begründet. Die Dienstzeit für den "normalen", kleineren Hubschrauber beginnt erst um 7 Uhr. Die größere Maschine deckt die Zeit vorher und am Abend ab; sie ist auch nachtflugtauglich. pol/pp