27 Mitglieder des Karate-Dojos "Traditionelles Karate Steinwiesen" haben nach intensiver Vorbereitungszeit ihre Kyu-Prüfung abgelegt.
Sowohl Bemühen, Benehmen, Fairness, Disziplin, Ernsthaftigkeit und Miteinander als auch Interesse, Begeisterung und vor allem viel Fleiß und Geduld führten zu den Fähigkeiten und Fortschritten, die im Rahmen einer Gürtel-Prüfung auch offiziell zu dokumentieren waren. Die Prüfer Ralf und Elke Kuhnlein zeigten sich von den Leistungen der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen beeindruckt.
19 Prüflinge dürfen nun mit Stolz den gelben Gürtel (8. Kyu) tragen. An sieben Prüflingen wurde absolut verdient der weiß-gelbe Gürtel verliehen.
Nicht nur die Erwachsenen und Jugendlichen, sondern auch die Kinder kennen entsprechend ihrem erworbenen Kyu-Grad Fachbegriffe, Anzahl und Zähl-Rhythmus zu verschiedenen Einzeltechniken in Kihon, Kata und Kumite beziehungsweise die Bezeichnung für die karatespezifische Kleidung.
Selbst die Jüngsten besitzen bereits eine - selbstverständlich ihrem Alter entsprechende - Vorstellung, wie erlernte Techniken und Abläufe zur Selbstverteidigung eingesetzt werden können. Über das Pflicht-Prüf-Programm hinaus wurden mit Begeisterung japanisch gezählt und die entsprechenden Zahlen "in die Luft geschrieben". Auch Kenntnisse über die Kampfkunst-Tiere (Tiger / Leopard / Schlange / Kranich / Drache) inklusive deren jeweiliger Eigenschaften und verwendeter Techniken "mussten unbedingt" an den Mann oder die Frau gebracht werden.
Die Prüfung zum 3. Kyu (ersten Braungurt) legte Katharina Wunder ab. Sie absolvierte das umfangreiche Prüf-Programm mit Bravour. Das aus anspruchsvollen Technik-Kombinationen bestehende Kihon musste auszugsweise als Verteidigungsmöglichkeit sinnvoll dargestellt werden. Die Kata Tekki Shodan wurde nicht nur im Ablauf dargeboten, sondern komplett durchkämpft; als Angreifer stellte sich Elias Kuhnlein (1. Dan) zur Verfügung. Auch die erforderliche Zweit-Kata wurde präzise und mit Energie absolviert.
Als Verschnauf-Pause musste der Fachvortrag zur Entwicklungsgeschichte und Bedeutung der Kata Tekki Shodan genügen. Nun folgten das so genannte Jiyu Ippon Kumite und die Partnerübung zum Freikampf; als Angreifer fungierte wieder Elias Kuhnlein. Katharina Wunder bot hier präzise Techniken, Vielfalt und Wendigkeit verbunden mit absolutem Kampfgeist und Kraft glaubwürdig und funktionell dar. red